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Monika Heinold zu HDW
Presseinformation Landtagsfraktion Schleswig-Holstein Pressesprecherin Es gilt das gesprochene Wort Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 TOP – Dringlichkeitsantrag HDW 24105 Kiel Telefon: 0431 / 988 - 1503 Dazu sagt die parlamentarische Geschäftsführerin Fax: 0431 / 988 - 1501 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Mobil: 0172 / 541 83 53Monika Heinold: presse@gruene.ltsh.de www.sh.gruene-fraktion.de Nr. 436.09 / 16.09.2009HDW als Systemanbieter in der Offshore Windenergie nutzenHDW muss die große Universalwerft in Kiel bleiben. Ein Aus für den zivilen Schiffbau ist für uns unvorstellbar. Die Belegschaft ist flexibel einsetzbar und die betriebliche Infra- struktur muss so ausgerichtet bleiben, dass neben dem U-Bootsbau auch ziviler Schiff- bau, Schiffsreparaturen und sonstige maritime Fertigungen möglich sind.Wir sehen große Chancen für HDW als Systemanbieter in der Offshore Windenergie. HDW kann die Transportschiffe und Ponton-Arbeitsplattformen herstellen und sicher auch Großkomponenten für die Windenergieanlagen bauen.Die Krananlagen und Großdocks von HDW bestimmen die Kieler Stadtsilhouette. Diese Werftanlagen müssen unbedingt weiter produktiv genutzt werden.Wir unterstützen die Beschäftigten und die IG Metall in ihren Bemühungen um den Er- halt aller Arbeitsplätze in dieser maritimen Schlüsselindustrie.Die Initiative des Kieler Oberbürgermeisters und des DGB, noch im Oktober 2009 eine strategische Denkfabrik zur Zukunft dieses Industriezweiges in Kiel einzuberufen, be- grüßen wir außerordentlich. Dies ist ein richtiges und wichtiges Signal in schwierigen Zeiten. Seite 1 von 2 Medienberichten zufolge plant die Konzernleitung von Thyssen-Krupp den Verkauf gro- ßer Flächen und Fertigungshallen von HDW. Offensichtlich soll der gesamte Werften- verbund von Thyssen-Krupp stark verändert und geschrumpft werden.In Emden soll gar kein Schiffbau mehr stattfinden. Der dortige Überwasser- Marineschiffbau geht zu Blohm & Voss in Hamburg und für HDW bleibt nur noch der U- Bootbau. Das kann die Landeshauptstadt Kiel, das kann das Land Schleswig-Holstein nicht akzeptieren.Der Handelsschiffbau bei HDW muss bleiben. Nur so hat das Unternehmen eine stabile Zukunft, und nur so bleiben Arbeitsplätze gesichert.Der Thyssen-Krupp-Konzern wird mit dem heutigen Landtagsbeschluss an seine Ver- antwortung für den Kieler Standort erinnert und er wird auffordert, die Verkaufspläne zu- rückzuziehen. Wir wollen die Schiffbaukapazitäten und damit qualifizierte Arbeits- und Ausbildungsplätze am Traditionsstandort Kiel erhalten.Nur so kann auch der Einstieg ins Offshore-Windenergiegeschäft bei HDW gelingen, denn dazu werden die großen Kräne und Hallen sowie qualifizierte Mitarbeiter benötigt.Die maritime Verbundwirtschaft in Kiel - und in Schleswig-Holstein insgesamt - hat eine große innovative Kompetenz und mittelfristig hervorragende Zukunftschancen. Deshalb ist es notwendig, dass wir mit vereinten Kräften für den Erhalt der Kapazitäten bei HDW kämpfen.Dem interfraktionellen Antrag stimmen wir selbstverständlich zu. *** 2