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Henning Höppner: Entlastung der Schülerinnen und Schüler im G 8-Gymnasium ist möglich!
Presseinformation der SPD-Landtagsfraktion Kiel, 02.12.2009, Nr.: 284/2000Henning Höppner:Entlastung der Schülerinnen und Schüler im G 8-Gymnasium ist möglich!Die SPD-Landtagsfraktion hat einen Antrag „Entlastung der Schülerinnen und Schüler im Rahmen des achtjährigen Gymnasiums“ eingebracht. Dazu erklärt der bildungspoli- tische Sprecher Dr. Henning Höppner:Die SPD-Fraktion fordert die Landesregierung in diesem Antrag auf, ein Konzept zur Entlastung der Schülerinnen und Schüler im G 8-Bildungsgang vorzulegen und sich in der Kultusministerkonferenz für eine solche Entlastung ohne Gefährdung der gegen- seitigen Anerkennung des Abiturs einzusetzen.Wir stellen nicht in Frage, dass das Abitur an Gymnasien nach acht, an Gemein- schaftsschulen nach neun Jahren abgelegt werden soll. Wir halten auch nichts von ei- nem Flickenteppich, der entstünde, wenn es konkurrierende G 8- und G 9 Gymnasien im Land oder gar unterschiedliche Züge innerhalb derselben Schule gäbe, falls man diese Frage ins Ermessen jedes einzelnen Gymnasiums stellen würde.Wir müssen aber nach den bisherigen Erfahrungen mit G 8, gerade unter dem Ein- druck der Proteste der letzten Wochen, zur Kenntnis nehmen, dass die Verkürzung der Schulzeit ohne Reduzierung des Lernstoffes gerade in der Unter- und Mittelstufe zu einer Überlastung vieler Schülerinnen und Schüler in der besonders schwierigen Le- bensphase der Pubertät geführt hat.Eine Reduzierung der Stundentafel ist möglich, darf aber nicht einseitig zu Lasten ein- zelner Fächer erfolgen. Die Erfahrungen der Übergänge vom Gymnasium auf die Hochschulen zeigen jedoch regelmäßig, dass die Curricula der Hochschulen nicht auf dem Lehrstoff der letzten beiden Jahre vor dem Abitur aufbauen, sondern deutlich darunter ansetzen. Die Stundentafeln können durchaus ohne Einbußen an der Qualität des Abiturs über die gesamte Zeit bis zum Abitur, besonders aber in Unter- und Mittel- stufe, auf ca. 244-248 Stunden so verschlankt werden, dass die Schülerinnen und Schüler nicht ständig überlastet sind.Die Qualität des Abiturs wird über Bildungsstandards und zentrale Abschlussprüfun- gen gesichert, nicht über das Stundenvolumen. Da der Druck in allen Bundesländern besteht, ist es aussichtsreich, darüber eine Einigung in der KMK herzustellen.Herausgeber: Landeshaus SPD-Landtagsfraktion Postfach 7121, 24171 Kiel Verantwortlich: Tel: 0431/ 988-1305/1307 E-Mail: pressestelle@spd.ltsh.de Petra Bräutigam Fax: 0431/ 988-1308 Internet: www.spd.ltsh.de