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Kirstin Funke: Gemeinsame Konzepte umsetzen
FDP Landtagsfraktion Schleswig-Holstein 1Presseinformation Wolfgang Kubicki, MdL Vorsitzender Katharina Loedige, MdL Stellvertretende Vorsitzende Nr. 083/2010 Günther Hildebrand, MdL Parlamentarischer Geschäftsführer Kiel, Freitag, 26. Februar 2010Sperrfrist: Redebeginn www.fdp-sh.de Es gilt das gesprochene Wort!Kultur / LandestheaterKirstin Funke: Für gemeinsame Konzepte ist es noch nicht zu spätIn ihrer Rede zu TOP 45 (Sicherung des Landestheaters Schleswig-Holstein) sagte die kulturpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Kirstin Funke:„Vorweg möchte ich sagen, dass die FDP-Landtagsfraktion die Leistungen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Schleswig-Holsteinischen Landestheaters und auch deren persönlichen Einsatz für ihr Theater und den Verzicht auf Lohnerhöhungen der vergangenen Jahre anerkennt und wertschätzt.Kultur ist, gleichgültig in welcher Form, immer etwas, was berührt und innerlich bereichert. Es ist nichts, was man mit bloßen Händen greifen kann, aber das Leben wäre arm, wenn wir sie nicht hätten. So ist es ganz selbstverständlich aus meiner Sicht, dass in Zeiten, in denen die Weichen für die Theaterlandschaft in Schleswig-Holstein gestellt werden müssen, die Emotionen dabei nicht auszuschalten sind. Doch möchte ich an alle appellieren, eine ehrliche Diskussion in der Sache zu führen, die gerade die Mitarbeiter verdienen.Wir stehen heute an einem Punkt der Geschichte des Landestheaters, an dem über neue oder andere Wege nachgedacht werden muss. In der Vergangenheit konnte leider nie eine Lösung gefunden werden, wie die Theaterlandschaft in Schleswig-Holstein solide finanziert werden kann und die die Entwicklung bis heute hätte aufhalten können. Frank Zabel, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: info@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/ 2Wenn man Sätze hört, wie - ich zitiere: „Der Landesregierung ist daran gelegen, dass eine möglichst dichte Theaterversorgung in allen Sparten im Lande aufrechterhalten wird. Der Erhalt der Bühnen als Mehrspartentheater muss jedoch in Einklang gebracht werden mit den zur Verfügung stehenden und in Zukunft knapper werdenden öffentlichen Zuschüssen und mit den qualitativen Erwartungen der Theaterbesucherinnen und Theaterbesucher an ihre Theater“, so könnte man denken, dass dies eine Äußerung aus dieser Wahlperiode ist. Es handelt sich hier jedoch um eine Antwort der Regierung aus der 13. Wahlperiode aus dem Jahr 1994 auf die Große Anfrage der FDP- Landtagsfraktion des Abgeordneten Ekkehard Klug. Damals schon wurde die Idee geboren, dass sich die Theater Schleswig-Holsteins zusammensetzen und ein gemeinsames Konzept erstellen sollten. Was aber im Laufe der mehr als 15 Jahre nie passierte. Dafür ist es jedoch noch nicht zu spät.Deswegen fordern wir im Antrag von CDU und FDP die Regierung auf, die Moderation zu übernehmen und die Träger, die Gesellschafter und die kommunalen Spitzenverbände an einen Tisch zu bringen, damit sich diese auf die längst überfälligen Strukturveränderungen einigen. Das Land kann nämlich nicht, wie viele meinen, einfach etwas über die Köpfe der kommunalen Spitzenverbände entscheiden und FAG-Mittel erhöhen, denn es handelt sich in Schleswig-Holstein nicht um Staatstheater, sondern es gehört zur kommunalen Daseinsvorsorge!Der Ruf nach dem Land ist in den vergangenen Tagen immer lauter geworden. Doch dürfen wir im Sinne einer ehrlichen Debatte nicht vergessen, dass es sich bei der Diskussion um das Landestheater nicht um Streichung von Landesgeldern handelt, sondern um den Erhalt des Status Quo. Andere Verbände in anderen Politikbereichen müssen dagegen um drastische Kürzungen bangen. Auch dürfen wir in der Debatte nicht vergessen, dass das Landestheater zu den glücklichen Theatern gehört, die einen Großteil an Zuwendungen von Seiten des Landes erhalten. Jede Eintrittskarte des Landestheaters ist mit 131,69 € bezuschusst, und die konkreten Anteile des Landes belaufen sich beim Landestheater auf 102,86 € pro Karte. Das Theater in Lübeck wird dagegen mit 87,17 € pro Eintrittskarte bezuschusst, und der Anteil des Landes beläuft sich auf 54,73 € pro Karte. Wie Sie sehen, zum einen zahlt das Land schon einen erheblich größeren Anteil, um die Kommunen zu entlasten, und zum anderen ist erkennbar, dass es auch Theater in Schleswig-Holstein gibt, die weniger Geld vom Land erhalten und wirtschaftlicher arbeiten. Und hier sind wir an einem Punkt angelangt, an dem ein Umdenken stattfinden muss, um im ureigensten Interesse die niveauvolle Theaterlandschaft zu erhalten.Wir appellieren deswegen an die Theater und speziell an das Landestheater: Stellen Sie einen Businessplan auf, nutzen Sie gemeinsame Ressourcen, um Synergieeffekte zu erhalten. Arbeiten Sie Frank Zabel, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: info@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/ 3 mit daran, dass die Theater in ihrer Gesamtheit nachhaltig gesichert und Kosten eingespart werden können. Auch kann ich nur an die Bürgerinnen und Bürger appellieren, die sich in den vergangenen Tagen für das Landestheater eingesetzt haben: Engagieren Sie sich weiterhin – vielleicht auch im Wege von Spenden oder Sponsoring von Produktionen, und besuchen Sie die Veranstaltungen der Theater in Schleswig-Holstein. Wie gesagt: Es geht hier nicht um Streichungen von Landesmitteln, sondern darum, wie mit den vorhandenen Mittel die Theaterlandschaft in Schleswig-Holstein in seiner Vielfalt erhalten werden kann.“Frank Zabel, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: info@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/