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18.03.10 , 17:41 Uhr
FDP

Kirstin Funke: Gleichberechtigtes Leben ist für uns eine Selbstverständlichkeit

FDP Landtagsfraktion Schleswig-Holstein 1



Presseinformation Wolfgang Kubicki, MdL Vorsitzender Katharina Loedige, MdL Stellvertretende Vorsitzende Nr. 117/2010 Günther Hildebrand, MdL Parlamentarischer Geschäftsführer Kiel, Donnerstag, 18. März 2010
Sperrfrist: Redebeginn



www.fdp-sh.de Es gilt das gesprochene Wort!

Integration / Gleichstellung
Kirstin Funke: Gleichberechtigtes Leben ist für uns eine Selbstverständlichkeit
In ihrer Rede zu TOP 37 (Equal Pay day: Entgeltgleichheit) sagte die frauenpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Kirstin Funke:

„Auch in diesem Jahr heißt es zum wiederholten Male, dass der Entgeltunterschied bei gleicher Arbeit zwischen Frauen und Männern in Deutschland im durchschnittlichen Bruttostundenverdienst 23 Prozent beträgt. Eine erfreuliche Meldung ist es nicht, wenn man sagt, dass der Unterschied in den vergangenen Jahren nicht gewachsen ist, denn es zeigt nur, dass die Entwicklung in Deutschland stagniert. Der equal pay day wirft jedes Jahr wieder die Frage nach den Ursachen auf und fordert Antworten zu finden.
Für uns als FDP-Fraktion ist es eine Selbstverständlichkeit, dass in einer modernen Gesellschaft ein gleichberechtigtes Leben von Frau und Mann geführt wird und somit eine unterschiedliche Entgeltregelung bei gleicher Arbeit von Frau und Mann entschieden abzulehnen ist.
Die Ursachen dafür sind vielfältig und komplex. Ist es die Aufgabenverteilung in Familien, das Berufswahlverhalten von Männern und Frauen oder das Verhalten von Frauen nicht offensiv in Gehaltsverhandlungen schon bei der Einstellung zu gehen, so können diese Faktoren zu einem unterschiedlichen Entgelt bei gleicher Qualifikation und gleicher Arbeit führen.
Welche Lösungswege kann man hier gehen? Wenn man, wie die Linke es in ihrem Punkt 3 des Antrages fordert, eine verbindliche rechtliche Frank Zabel, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: info@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/ 2 Regelung einführt, so muss geklärt sein, wie dies zu überprüfen ist. Und bei einer Überprüfung kann es dann ja nicht bleiben: Wie wollen Sie dies möglicherweise sanktionieren? Durch staatliche Verordnungen schafft man Probleme nicht immer aus der Welt. Bei Punkt 3 Ihres Antrages hätte ich auch noch eine Verständnisfrage. Wenn Sie dort von Entgeltgleichheit sprechen, heißt das dann, dass Sie ausschließen wollen, dass Frauen mehr verdienen können als Männer? Das ist ja im höchsten Maße frauenfeindlich!
Unsere Vorstellungen sind andere. Vernünftig ist nur eine freiwillig unterzogene Prüfung durch einen Lohntest, wie das sog. Lohngleichheitsinstrument des Bundes (LOGIB) es vorsieht, so schafft man eine Transparenz, die auf dem Arbeitsmarkt auch als Wettbewerb um die besten weiblichen Fachkräfte zu bewerten ist. Denn eines steht fest: Viele Betriebe haben bereits erkannt, dass der eigene Vorteil darin liegt, dass sich gute weibliche Fachkräfte natürlich verstärkt in den Betrieben bewerben, die die Arbeit schätzen und jeder nach seinem Wert bezahlt wird und es beweist, dass der Betrieb professionell und respekt- und vertrauensvoll mit seinen Mitarbeitern umgeht. Zusätzlich führt dies zur Motivationssteigerung und einem positiven Arbeitsklima.
Auch erkennt die Wirtschaft zunehmend, dass die Zahl von Frauen als Konsumentinnen stetig wächst. Hier geht es nicht unbedingt um den Nahrungsmittelbereich, sondern es sind Produkte, die beispielsweise aus den Bereichen der Elektronik, Autoindustrie oder aus dem Bankensektor kommen. Und auch hier gilt: um zu verstehen was Frauen wollen, fragt man am besten eine Frau!
Allerdings sind die Betriebe mit einem konsequent umgesetzten Bewertungs- und Bezahlungssystem noch rar gesäht, wie dies bei weltweiten Konzernen wie Microsoft zu finden ist. Microsoft hat sich vom TÜV SÜD einem Audit unterzogen, in dem die Prozesse im Personalbereich auf Diskriminierungsfreiheit überprüft wurden und es wurden keine Ungleichheiten festgestellt.
Wie bereits gesagt, es ist wichtig zur Durchsetzung der Entgeltgleichheit Transparenz in der Lohnpolitik der Unternehmen und Betriebe zu erhalten. Das spricht für die selbstständige und freiwillige Durchführung der Unternehmen von Lohntests.
Liebe Linke, lassen Sie mich abschließend feststellen, dass Sie wieder einmal einen Antrag gestellt haben, den Ihre Bundestagsfraktion bereits im letzten Jahr im Bundestag in leicht geänderter Fassung gestellt hat. Im letzten Monat hatten wir den Frauentag, in diesem Monat den ‚Equal Pay Day’, Sie scheinen Ihre Politik alleinig an Feier- und Gedenktagen auszurichten. Das ist ein interessantes Verständnis von Politik. Vielleicht ist es ja möglich, wenn Sie allen anderen Fraktionen Ihren Terminkalender zur Verfügung stellen könnten, damit wir uns in Zukunft schon vorab auf Ihre Initiativen einstellen können. Das wäre sehr zuvorkommend.“



Frank Zabel, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: info@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/

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