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23.03.10 , 17:03 Uhr
B 90/Grüne

Detlef Matthiessen zum Energiekonzept der Landesregierung

Presseinformation

Landtagsfraktion Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel
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Der schwarze Weg Nr. 169.10 / 23.03.2010 in den Kohlenkeller Zu dem von Minister de Jager vorgestellten Energiekonzept der Landesregierung erklärt der energiepolitische Sprecher der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Detlef Matthiessen:
Es war nichts anderes zu erwarten, wenn die Landesregierung auf einen „ausgewoge- nen“ Energiemix setzt. Ausgewogen heißt: Kohle und Atom. Wer diesen schwarzen Weg in den Kohlenkeller gehen will, der unterstützt die Erneuerbaren Energien nur halbherzig. Das Klimaschutzziel der Landesregierung, minus 40 Prozent CO2 bis 2010, kann nie und nimmer erreicht werden, wenn in Brunsbüttel Kohlekraftwerke mit einer Gesamtkapazität von 3.000 MW entstehen. Von wegen klimafreundlich: Diese Kohle- monster werden mit 15 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr den Treibhausgasausstoß in Schleswig-Holstein vervierfachen. Kann die Landesregierung das nicht selbst berech- nen oder will sie es nicht?
Offenbar bekommt die Landesregierung kalte Füße beim Weiterbetrieb der Schrottreak- toren in Krümmel und Brunsbüttel. Deren Strommengen sollen auf Brokdorf übertragen werden. Interessant ist dabei, dass sich die Landesregierung damit im Rahmen des be- stehenden Atomrechts bewegt, das die Übertragung von alten auf jüngere AKWs zu- lässt. Mittelbar lehnt die Landesregierung damit eine Änderung des Atomgesetzes ab. Im Gegensatz zum Bundesumweltminister (acht Jahre generelle Verlängerung), im Ge- gensatz zu den süddeutschen Parteifreunden, die gar um 28 Jahre verlängern wollen.
Unterm Strich gilt für Atom und Kohle gleichermaßen: Großkraftwerke schaden der Umwelt, werden subventioniert, verstopfen die Netze, hindern andere Erzeugungsarten und damit den Ausbau der Erneuerbaren Energien.



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