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Der Norden braucht ein Gefängnis
Pressemitteilung Nr. 040/2010 Kiel, den 25.03.2010 Pressesprecher Lars Erik Bethge, Tel. 0431-988 1383Der Norden braucht ein GefängnisDer SSW lehnt eine Schließung der Justizvollzugsanstalt in Flensburg kategorisch ab.„Es geht hier um Menschen, um Behördenabläufe und um die Organisation unseresRechtsstaats, das kann man nicht nur in Euro und Cent bewerten“, erklärt diejustizpolitische Sprecherin der SSW-Landtagsfraktion, Silke Hinrichsen nach einemGespräch mit dem Landesgeschäftsführer der Gewerkschaft der Polizei, Karl-HermannRehr, heute in Kiel.„Wir teilen voll und ganz die Auffassung der GdP, dass die JVA Flensburg nicht geschlossenwerden darf. Es gibt gute Argumente dafür, dass zu jedem Landgericht auch ein Gefängnisgehört. Flensburg ist die einzige Haftanstalt im nördlichen Landesteil. Würde diesegeschlossen, dann müssten Untersuchungshäftlinge aufwändig für jeden Prozess nachFlensburg gefahren werden und dann müssten Angehörige aus dem Norden weite Wegeauf sich nehmen, um Familienmitglieder in Haft zu besuchen. Das ist weder für diebetroffenen Behörden erträglich noch im Sinne einer Resozialisierung der Häftlinge. Nichtalles was Geld spart ist auch gut für das Land und seine Menschen. Deshalb fordern wir dieLandesregierung auf, diesen Plan nicht weiter zu verfolgen.“