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Bernd Voß zu Milchquoten und fairen Milchpreisen
Presseinformation Landtagsfraktion Schleswig-Holstein Stellv. Pressesprecher Dr. Jörg Nickel Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Telefon: 0431 / 988 - 1503 Fax: 0431 / 988 - 1501 Mobil: 0178/28 49 591 presse@gruene.ltsh.de www.sh.gruene-fraktion.de Nr. 193.10 / 08.04.2010Sicherung der ländlichen Wertschöpfung geht nur über faire MarktregelnZu den jüngsten Äußerungen von Landwirtschaftsministerin Rumpf zur Milchquotenre- gelung sagt der agrarpolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:Die Ministerin begrüßt die Entwertung der Milchquote, sagt aber kein Wort zur Entwick- lung der Milchpreise. Für knapp 25 Cent pro Liter kann kein Landwirt mehr kostende- ckend Milch erzeugen. Die Forderung der Ministerin nach Einführung einer bundeswei- ten Handelbarkeit von Milchquoten ist politische Schaumschlägerei. Das Schreiben von Verlusten würde fortgesetzt.Die Aufrechterhaltung der beiden Übertragungsgebiete ist allerdings auch nicht die Lö- sung für die Misere der Milchviehbetriebe. Die bäuerliche Milcherzeugung ist ein ent- scheidender Teil der ländlichen Wertschöpfung. Bricht sie weg, kann dies nicht auch nur annähernd durch Programme zur ländlichen Entwicklung aufgefangen werden.Klar ist: auch bei Abschaffung der Quotenregelung wird die EU weiter Marktpolitik ma- chen. Es wird Zeit, dass die Landesregierung sich endlich mit konstruktiven Vorschlä- gen in die Diskussion der zur zukünftigen Ausgestaltung der Marksteuerung einbringt. Nur auf Billigerzeugung, Weltmarktorientierung und Expotsubventionen zu setzen, führt in die Sackgasse. *** Seite 1 von 1