Diese Webseite verwendet ausschließlich für die Funktionen der Website zwingend erforderliche Cookies.

Datenschutzerklärung

18.05.10 , 14:55 Uhr
SPD

Wolfgang Baasch: Das Unrecht in der Fürsorgeerziehung weiter aufarbeiten

Presseinformation der SPD-Landtagsfraktion
Kiel, 18.05.2010, Nr.: 151/2010



Wolfgang Baasch:
Das Unrecht in der Fürsorgeerziehung weiter aufarbeiten
Zur Eröffnung der Wanderausstellung „Fürsorgeerziehung“ heute im Landeshaus er- klärt der sozialpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Wolfgang Baasch:
Die ehemalige Sozialministerin Dr. Gitta Trauernicht startete mit dem Runden Tisch in Schleswig-Holstein eine Initiative, um das Unrecht in der Fürsorgeerziehung der Nach- kriegszeit bis in die siebziger Jahre gemeinsam mit den Trägern und den betroffenen Menschen aufzuarbeiten. Im Mittelpunkt stand neben der Aufarbeitung eine öffentliche Entschuldigung der Ministerin bei den ehemaligen Heimkindern. Die Initiative wurde von anderen Bundesländern und auf Bundesebene aufgegriffen. Die Aufarbeitung der Geschichte der Heimerziehung war und ist wichtig, denn jahr- zehntelang wurde das an den Heimkindern verübte Unrecht verdrängt, totgeschwiegen oder verharmlost.
Schleswig-Holstein hat hier als Vorreiter wertvolle Arbeit geleistet; diese muss weiter- geführt werden. Vor allem auf Bundesebene liegen noch keine abschließenden Ergeb- nisse vor. Ehemalige Heimkinder warten immer noch auf eine vollständige Anerken- nung ihrer leidvollen Geschichte und auf Entschädigung.
Die Wanderausstellung – die ebenfalls auf Anregung von Gitta Trauernicht erarbeitet wurde - dokumentiert anschaulich, wie es den „Fürsorgezöglingen“ in den Heimen in Schleswig-Holstein ergangen ist. Um das Bewusstsein darüber zu stärken, wünschen wir uns nicht nur viele Besucherinnen und Besucher im Landeshaus, sondern hoffen, dass die Ausstellung auch an den Orten gezeigt wird, an denen es Heime gab, in de- nen junge Menschen Unrecht erlitten.



Herausgeber: Landeshaus SPD-Landtagsfraktion Postfach 7121, 24171 Kiel Verantwortlich: Tel: 0431/ 988-1305/1307 E-Mail: pressestelle@spd.ltsh.de Petra Bräutigam Fax: 0431/ 988-1308 Internet: www.spd.ltsh.de

Download PDF

Pressefilter

Zurücksetzen