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06.07.10 , 14:08 Uhr
SPD

Jürgen Weber: Medizinerausbildung in Lübeck erhalten - aber so nicht!

Presseinformation der SPD-Landtagsfraktion
Kiel, 06.07.2010, Nr.: 205/2010


Jürgen Weber:
Medizinerausbildung in Lübeck erhalten – aber so nicht!
Zur heutigen Vorstellung des Alternativkonzepts zum Erhalt der medizinischen Fakultät der Universität Lübeck erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD- Landtagsfraktion, Jürgen Weber:
Wir stellen fest, dass die Verantwortlichen der Lübecker Universität der Landesregie- rung auf den Leim gegangen sind, die die Standorte gegeneinander ausspielt. Wir fin- den es ärgerlich, dass die Lübecker dieses Spiel nicht durchschaut haben, sondern dabei mitmachen.
Die von der Landesregierung vorgesehene Sparquote ist keine realistische Größen- ordnung, wenn man das erreichte Niveau der Medizinerausbildung erhalten möchte. Sie kann nicht ohne Qualitätsverlust in Wissenschaft und Forschung umgesetzt wer- den. Medizinstudienplätze können nur Schritt für Schritt rechtssicher abgebaut werden.
Die Autoren des Alternativkonzepts der Uni Lübeck schlagen faktisch vor, die angebli- che Rettung des Medizinstudiums in Lübeck vom UKSH bezahlen zu lassen. Außer- dem wollen sie Studiengebühren im Rahmen einer Stiftungsuniversität erheben. Der hinkende Vergleich mit der Finanzierung des privaten Uniklinikums Gießen-Marburg macht deutlich, dass die Konzeptautoren auch eine Privatisierung des Klinikum als Grundlage für ihre Kürzungspläne ansehen.
Auch der Vorschlag, die Trennung zwischen Universitätspersonal mit Aufgaben in For- schung und Lehre sowie reinem Klinikpersonal ist nicht sinnvoll, da er die Möglichkei- ten der wissenschaftlichen Qualifikation begrenzt und die wesentlichen Voraussetzun- gen für die Ausbildung von Hochschulmedizinern verhindert.
Wir hätten erwartet, dass die medizinischen Fakultäten in Kiel und Lübeck gemeinsam ein Konzept erarbeiten, das die Medizinerausbildung in Schleswig-Holstein an zwei Standorten erhält, stabilisiert und qualitätsverträgliche Einsparpotentiale definiert. Je- der Alleingang einer Fakultät ist kontraproduktiv; in einer schwierigen Situation ist vielmehr Teamgeist und Kooperation gefragt.
Die SPD will die Medizinerausbildung in Lübeck erhalten – und zwar ohne Studienge- bühren! Deshalb halten wir es für sinnvoll zu prüfen, ob das mit einer Fakultät und zwei Standorten besser funktioniert und ob der Bund sich über einen Ausbildungspakt für



Herausgeber: Landeshaus SPD-Landtagsfraktion Postfach 7121, 24171 Kiel Verantwortlich: Tel: 0431/ 988-1305/1307 E-Mail: pressestelle@spd.ltsh.de Petra Bräutigam Fax: 0431/ 988-1308 Internet: www.spd.ltsh.de -2-



Mediziner an der Finanzierung beteiligen kann. Durch Synergien sind sicherlich Kos- tenreduzierungen zu erreichen.
Das sogenannte Alternativkonzept von Prof. Dominiak mag eine hilfreiche Brücke für die Landesregierung sein, ihren Vorschlag – Schließung der medizinischen Fakultät Lübeck – ohne großen Gesichtsverlust rückgängig zu machen. Es ist aber für die Hochschulmedizin in Schleswig-Holstein genauso wenig akzeptabel wie der Vorschlag der Landesregierung.

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