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Kirstin Funke: Die schleswig-holsteinische Kulturwirtschaft ist erfolgreich
FDP Landtagsfraktion Schleswig-Holstein 1Presseinformation Wolfgang Kubicki, MdL Vorsitzender Katharina Loedige, MdL Stellvertretende Vorsitzende Nr. 316/2010 Günther Hildebrand, MdL Parlamentarischer Geschäftsführer Kiel, Freitag, 10. September 2010Sperrfrist: Redebeginn www.fdp-sh.de Es gilt das gesprochene Wort!EuropaKirstin Funke: Die schleswig-holsteinische Kulturwirtschaft ist erfolgreichIn ihrer Rede zu TOP 19 (Europäische Kulturstrategie) sagte die europapolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Kirstin Funke:„Die Kultur, wie auch die Europäische Union, ist wie ein bunter Blumenstrauß. Er besteht aus Blumen, die perfekt gezüchtet und gewachsen und in ihrer Perfektion wunderbar anzusehen sind und aus Blumen, die in ihrer eigenen ursprünglichen Form etwas Besonderes und Einzigartiges darstellen. Sie sind in einem Strauß bunt zusammengebunden, der eine wunderbare, unverwechselbare Einheit ergibt.So ist jeder Mitgliedstaat der Europäischen Union mit seiner ihm ganz eigenen Kultur, seinen Kulturakteuren, die sich im europäischen Raum bewegen und gestalten, seiner eigenen, aber auch gemeinsamen kulturellen Geschichte, etwas Einzigartiges und ursprünglich für sich im Kleinen gesehen, wie aber auch im Großen und Ganzen.Die Europäische Kulturagenda von 2007 ist mit Bildern aus Zitaten gespickt und so möchte ich mit diesem Bild beginnen, das nicht nur auf die Kultur in ihrer Gesamtheit und die Europäische Union, sondern auch auf Schleswig-Holstein als Teil der Union gegenwärtig passt. Wer am vergangenen Wochenende die Möglichkeit hatte, beim 36. Landesmusikfest in Bad Schwartau, das unter der Schirmherrschaft unseres Ministerpräsidenten steht, dabei zu sein, kann dieses Bild nur bestätigen. Dort besuchten verschiedene Musikerinnen und Musiker aus Dänemark und anderen Norddeutschen Bundesländern unser Land um miteinander zu musizieren. Nicht nur im Wettstreit trafen sie sich, beim gemeinsamen Einstudieren von Musikstücken haben sie etwas ganz Frank Zabel, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: info@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/ 2 Eigenes geschaffen. So wie am vergangenen Wochenende sich die Musiker trafen, so wird an vielen Orten in Schleswig-Holstein unter den unterschiedlichsten Aspekten Kultur bereits gelebt.Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen der SPD-Fraktion, Sie fordern in Ihrem Antrag unter vier verschiedenen Punkten die Landesregierung auf, im Kulturbereich tätig zu werden. Zum einen nennen Sie den interkulturellen Dialog, die Mobilität von Künstlern, die Kulturwirtschaft und die Nutzung von kulturellen EU-Förderprogrammen. Ich weiß nicht genau, welche Wahrnehmung Sie vom kulturellen Leben in Schleswig-Holstein haben. Es scheint mir aber, bei dem Bild, das Sie in Ihrem Antrag skizzieren, dass Sie der Auffassung sind, dass wir in Schleswig-Holstein in einer kulturellen Wüste leben. Wenn Sie jedoch die Augen öffnen würden, würden Sie genau die Punkte finden, die Sie in Ihrem Antrag anführen, bereits als gelebte Kultur im Lande.Beispielsweise hat der Ministerpräsident früh seine Unterstützung der Bewerbung Sonderburgs zur Kulturhauptstadt zugesagt. Die bereits bestehenden kulturellen Projekte in der Grenzregion von Dänemark und Deutschland sind Teil der Bewerbung Sonderburgs. Überhaupt das Projekt, Kulturhauptstadt Europas für ein Jahr zu werden, ist eine europäische Initiative, die zum Teil auch mit EU-Mitteln gefördert wird. Dies sei ein Hinweis darauf, dass nicht nur der interkulturelle Austausch bereits besteht, sondern zukünftig ausgebaut werden soll.Zu Ihrem Punkt der Kulturwirtschaft möchte ich darauf hinweisen, dass wir hier im Hohen Haus vor nicht allzu langer Zeit eine Debatte über die wirtschaftlichen Aspekte der Kultur unseres Landes führten - auf Grundlage des Kulturwirtschaftsberichts des Kultusministeriums. Abschließend beraten haben wir dies im vergangenen Bildungsausschuss. Aus der Debatte und dem Bericht kann ich nur wiederholen, dass gerade die schleswig-holsteinische Kulturwirtschaft erfolgreich ist - auch ohne zusätzliche Kulturmittel des Landes. Der Kulturwirtschaft unseres Landes wird zum großen Teil durch eine gute Wirtschaftspolitik geholfen – und die kann diese Regierung vorweisen.Zentral möchte ich das Landesmuseum Schloss Gottorf nennen, welches zum einen unsere wechselhafte und ursprüngliche Geschichte dokumentiert und gleichzeitig mit wechselnden Ausstellungen verschiedenen Künstlern die Möglichkeit bietet ihre Arbeit darzustellen. Diese Mobilität von Kunst über Landesgrenzen hinweg ist einer der Punkte in der Europäischen Kulturagenda. Und wie Sie bereits im Haushaltsentwurf gesehen haben, wird kein Eingriff in die Bereitstellung von Mitteln für das Landesmuseum erfolgen. Dass hier durch die Landesregierung eine Schwerpunktsetzung erfolgt, auch mit dem Ziel für die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes, Kultur in ihrer Vielfalt und über Grenzen hinweg erlebbar zu machen, ist nach Meinung die FDP- Fraktion von unschätzbaren Wert für das Land und seine Bürger.Dass bei der Finanzierung von Kulturprojekten auch gleichzeitig die Prüfung von EU-Fördermitteln im Raum steht, ist eine Selbstverständlichkeit. Aber auch hier muss jede Förderung der EU auf Frank Zabel, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: info@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/ 3 den Prüfstand gestellt werden, ob sie für unser Land sinnvoll und effektiv ist.Des Weiteren möchte ich in diesem Hohen Haus auch noch mal klarstellen, dass die Kulturhoheit resultierend aus dem Prinzip der Subsidiarität Ländersache ist und auch zukünftig bleiben soll und eine Verschiebung auf EU-Ebene nicht zur Debatte stehen kann.Aus den genannten Gründen ist es für meine Fraktion nicht ersichtlich, warum wir hier und heute die Landesregierung auffordern sollten, tätig zu werden. Die Landesregierung ist wie dargestellt aktiv und wird auch zukünftig Schwerpunkte in diesem Bereich setzen. Gern können wir jedoch vertiefend über die Kulturagenda im Ausschuss weiter beraten.“Frank Zabel, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: info@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/