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Lars Harms zu TOP 27 - Ausbau der S4 nach Ahrensburg sichern
Presseinformation Kiel, den 08.10.2010 Es gilt das gesprochene WortLars HarmsTOP 27 Ausbau der S4 nach Ahrensburg sichern Drs 17/902Unbestritten gehört das Projekt S4 zwischen Hamburg und Ahrensburg zu den wichtigstenVerkehrsprojekten für den öffentlichen Personennahverkehr in der Metropolregion Hamburg.Bereits seit Jahren existiert die Forderung nach einer attraktiven Verbindung, um denIndividualverkehr im Hamburger Rand von der Straße auf die Schiene zu holen.Die Notwendigkeit, dass etwas geschehen muss, liegt auf der Hand. Der HamburgerHauptbahnhof hat sich zu einem Nadelöhr entwickelt und die bisherige Bahnverbindung istkeine Alternative für Pendler, denn Verspätungen und Zugausfälle zeichnen die bisherigeBahnverbindung aus. Doch leider haben Hamburg und Schleswig-Holstein in Berlin bisher keinGehör gefunden.Die Sache wird dann auch nicht einfacher, wenn Verkehrsminister Ramsauer mitteilt, dass keinvordringlicher Ausbau erforderlich sei. Die bis 2025 zu erwartenden Verkehrsentwicklungen aufder Strecke Lübeck - Bad Oldesloe – Ahrensburg - Hamburg geben einen Ausbau der S4 nichther. Dies sei das Ergebnis der im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums durchgeführten 2Studie zum Knoten Hamburg. Die Studie hat die zu finanzierenden Ausbaumaßnahmen imKnoten Hamburg ermittelt und bewertet. Damit wurde das Projekt S4 von Seiten des Bundeserst einmal auf Eis gelegt. Das ist bedauerlich, denn damit stiehlt der Bund sich aus seinerVerantwortung.Sollte das Projekt aus dem vordringlichen Bedarf herausgenommen werden, besteht dieGefahr, dass die Finanzierung des Bundes voraussichtlich erst nach 2020 möglich wäre. Aberauch das ist ungewiss. Auch beim Bund ziehen sich die Sparmaßnahmen wie ein roter Fadendurch die Ministerien.Der kürzlich abgehaltene Bahngipfel zwischen der Landesregierung und demVorstandsvorsitzenden der DB AG, Dr. Gruber, hat deutlich gemacht, dass bis 2014 insgesamtrund 430 Mio. € in die Infrastruktur gesteckt werden sollen. Das ist auch gut so.Doch leider ist die Aussage zur S4 nur dahingehend konkret, dass das Land mit dem Bund überdie Finanzierung in Verhandlung treten wird.Beachtenswerter war hingegen die Aussage in der Pressemitteilung zum Bahngipfel von HerrnMinister de Jager, der deutlich gemacht hat, dass viele notwendige Projekte auf den Weggebracht sind, aber nicht alles wünschenswerte kurzfristig machbar ist.Genau davor hat der SSW in den verkehrspolitischen Diskussionen der letzten Jahre immerwieder gewarnt. Für Schleswig-Holstein gibt es wichtigere Dinge als die Fehmarnbelt-Querung.Der Bund hat bereits früh darauf hingewiesen, dass durch den Bau der Brücke andereVerkehrsprojekte nicht mehr machbar sein werden. Auch die durch denRechnungsprüfungsausschuss ermittelte Kostenexplosion bei der Hinterlandanbindung, wirddie Situation nun noch weiter verschärfen. Wir haben immer davor gewarnt, mit altenKostenberechungen zu arbeiten. So wurden bisher immer 800 Mio. € dafür veranschlagt. Dieobersten Rechnungsprüfer gehen aber von einer Verdoppelung der Kosten aus. Und um nocheinen draufzusetzen, hat der Naturschutzbund Deutschland ermittelt, dass noch weitere500 Mio. € auf uns zukommen könnten. Wo liegen also insgesamt bei 2,1 Milliarden Euro. Danngeht hier bei uns nichts mehr. 3Nichts desto trotz, ist es klar, dass wir die Landesregierung in ihren Bestrebungenunterstützten, damit das Projekt S4 zügig verwirklicht wird. Aus diesem Grund sollten wirgemeinsam mit Hamburg in Berlin mit einer Stimme vorsprechen. Aber allerbeste Sicherheithätten wir, wenn wir uns dann auch dafür einsetzen, dass der Fehmarnbelt-Unsinn nicht aufunsere Kosten umgesetzt wird.