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Christopher Vogt: Erfolgsgeschichte sollte ausgebaut werden!
FDP Landtagsfraktion Schleswig-Holstein 1Presseinformation Wolfgang Kubicki, MdL Vorsitzender Katharina Loedige, MdL Stellvertretende Vorsitzende Nr. 427/2010 Günther Hildebrand, MdL Parlamentarischer Geschäftsführer Kiel, Mittwoch, 17. Oktober 2010Sperrfrist: Redebeginn www.fdp-sh.de Es gilt das gesprochene Wort!RegierungserklärungChristopher Vogt: Erfolgsgeschichte sollte ausgebaut werden!In seiner Rede zu TOP 2 (Regierungserklärung zur Entwicklung der Partnerschaft mit der chinesischen Provinz Zhejing) sagte der wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Christopher Vogt:„Die FDP-Landtagsfraktion hält die Partnerschaft zwischen dem Land Schleswig-Holstein und der chinesischen Provinz Zhejiang für eine Erfolgsgeschichte, von der beide Seiten profitieren und die auch weiter ausgebaut werden sollte.Ich bin mir nicht sicher, ob man vor knapp 25 Jahren, als diese Partnerschaft geschlossen wurde, auf schleswig-holsteinischer Seite bereits ahnte, was für eine dynamische Entwicklung China und insbesondere die Boom-Region Zhejiang in dieser relativ kurzen Zeitspanne nehmen würde. Ich kann mir jedoch gut vorstellen, dass einige andere Bundesländer in Deutschland uns mittlerweile um diese Partnerschaft beneiden.Die gute Zusammenarbeit in den Bereichen Wissenschaft, Wirtschaft und Kultur trägt zunehmend Früchte. Die wirtschaftliche Zusammenarbeit funktioniert immer besser, und das Schleswig-Holstein Business Center der WTSH in Hangzhou nimmt hierbei eine ganz wichtige Funktion ein. Für viele Mittelständler wäre es ohne diesen Türöffner deutlich schwieriger, auf dem nicht ganz einfachen chinesischen Markt Fuß zu fassen. Es ist sinnvoll, dass dieses Modell auch auf andere boomende Schwellenländer ausgeweitet wird, da der Nutzen für unsere Wirtschaft nicht zu unterschätzen ist.Frank Zabel, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: info@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/ 2 Es ist erfreulich, dass es neben der wirtschaftlichen Zusammenarbeit auch umfangreichen fachlichen Austausch in unterschiedlichen Bereichen gibt, aber für ebenso wichtig halten wir auch den Schüler- und Studentenaustausch, das gegenseitige Kennen- und Verstehenlernen der jungen Generation.Als Student war ich selbst eine kurze Zeit in Hangzhou, und ich habe später im Beruf viel mit China zu tun gehabt, da mein ehemaliger Arbeitgeber auch in der Region Zhejiang tätig ist. Die Zusammenarbeit ist zwar wegen der krassen kulturellen Unterschiede nicht immer einfach, aber es sollte uns allen klar sein, dass eine Zusammenarbeit für beide Seiten große Vorteile hat und diese Partnerschaft auch in Zukunft weiteres Potenzial bieten wird.Besondere Bedeutung dabei werden wohl die Erneuerbaren Energien, die Gesundheitswirtschaft, die maritime und die Umwelttechnik sowie die Landwirtschaft einnehmen. Wenn man sich jedoch die schleswig- holsteinischen Unternehmen anschaut, die in China aktiv sind, dann stellt man fest, dass es branchenmäßig bisher wirklich ein bunter Mix ist.Sehr erfreulich ist auch, dass es nicht nur eine Partnerschaft zwischen den beiden Regionen, den einzelnen Hochschulen und Unternehmen gibt, sondern auch zwischen einzelnen Städten, wie es bei den Städten Schwarzenbek und Haimen der Fall ist.Das kürzlich unterzeichnete Investitionsabkommen zwischen der Stadt Schwarzenbek und einem Textilunternehmen aus Haimen zeigt uns auch, dass nicht mehr nur deutsche Unternehmen auf den chinesischen Markt drängen, sondern dass es auch umgekehrt der Fall ist. Das geplante Großhandelszentrum für Heimtextilien sorgt in Schwarzenbek für viele Diskussionen und natürlich gibt es neben der Vorfreude auch Skepsis. Es ist die Rede von einem Investitionsvolumen von 50 Millionen Euro und bis zu 1000 Arbeitsplätzen. Ich bin dafür, dieses Abkommen als Chance zu begreifen und ich halte es für ein gutes Signal, wenn ein chinesisches Unternehmen sein Handelszentrum für Europa hier bei uns aufbauen möchte und nicht anderswo in Deutschland oder Europa.Abschließend möchte ich noch einen Punkt ansprechen, der unsere Partnerschaft mit den Chinesen auch ein Stück weit heikel macht – ich meine natürlich die Menschenrechtssituation in China, die ja auch der Ministerpräsident auf seiner jüngsten Reise angesprochen hat. Es ist im Dialog mit chinesischen Vertretern immer ein sehr schmaler Grat, auch unangenehme Themen wie die Menschenrechtsverletzungen in China anzusprechen. Ich habe viel Verständnis für die chinesische Geschichte und die chinesische Kultur, aber ich halte es dennoch für absolut richtig, uns auch gegenüber unseren chinesischen Partnern und Freunden offensiv für die Menschenrechte einzusetzen. Die Menschenrechte gelten schließlich überall, auch in China. Ich finde, dass unsere Partnerschaft dies aushalten muss und ich bin mir sicher, dass sie dies auch aushalten wird.“Frank Zabel, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: info@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/