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Oliver Kumbartzky: Einsatz von Ökolinern hat zahlreiche Vorteile
FDP Landtagsfraktion Schleswig-Holstein 1Presseinformation Wolfgang Kubicki, MdL Vorsitzender Katharina Loedige, MdL Stellvertretende Vorsitzende Nr. 028/2011 Günther Hildebrand, MdL Parlamentarischer Geschäftsführer Kiel, Mittwoch, 26. Januar 2011Sperrfrist: Redebeginn www.fdp-sh.de Es gilt das gesprochene Wort!Verkehr / GigalinerOliver Kumbartzky: Einsatz von Ökolinern hat zahlreiche VorteileIn seiner Rede zu Top 14+15 (Anträge zu Investitionen in die Schiene / Mehr LKW-Parkplätze schaffen) sagte der verkehrspolitische Sprecher der FDP- Landtagsfraktion, Oliver Kumbartzky:„Für die Fahrzeuge, um die es in dem Antrag der LINKEN geht, gibt es viele Begriffe: ‚Gigaliner’ zum Beispiel oder ‚Mega-Lkw’ oder ‚Road-Train’. Der Verband der Automobilindustrie nennt die Fahrzeuge ‚EuroCombi’. Kritiker nennen sie ‚Monstertrucks’ – wobei Monstertrucks soweit ich weiß, modifizierte Geländewagen oder Pickups sind, die mit übergroßen Reifen ausgestattet sind und bei Showveranstaltungen die Massen begeistern, indem sie mehrere alte Autos überspringen. Ein weiterer Begriff ist ‚Ökoliner’ – und dieser Begriff ist durchaus sinnvoll.Zunächst möchte ich für die FDP-Landtagsfraktion klarstellen, dass wir einen Testbetrieb für Ökoliner begrüßen. Wir wollen den Einsatz von Ökolinern weiter vorantreiben. Feldversuche sind dazu da, neue Techniken in der praktischen Anwendung zu testen und daraus neue Erkenntnisse zu erlangen. Chancen und auch Risiken sollen evaluiert werden. Aus den Ergebnissen würden sich dann Fakten für spätere Entscheidungen sammeln lassen, denn ohne fundierte Erkenntnisse sind Entscheidungen nicht zu treffen.Es geht bei dem Testbetrieb übrigens nicht um 60-Tonner-Lkw mit einer Länge von 30 Metern. Ermöglicht werden sollen neue Nutzfahrzeugkonzepte durch die maßvolle Erhöhung der Lkw- Fahrzeuggrößen und -gewichte. Es geht auch nicht um eine Vorentscheidung zur Einführung neuer Fahrzeugsysteme, sondern, wie Frank Zabel, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: info@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/ 2 gesagt, um einen Feldversuch, der das Wissen über den Nutzen der Technik vermehren und eine seriöse Entscheidung vorbereiten soll. Wer sich dem Versuch versperrt, der verweigert sich auch jeder weiterführenden Erkenntnis.Übrigens gab es in einigen Bundesländern schon Testläufe. Die Erfahrungen, die mit den Versuchen gemacht wurden, sind durchweg positiv. Nach den bereits sehr vielversprechenden Testläufen in einzelnen Ländern wäre ein bundesweiter Feldversuch der nächste logische Schritt, um zu einer objektiven Bewertung des tatsächlichen Nutzens der Ökoliner zu kommen. Die abschließende Entscheidung über die Zulassung dieser Fahrzeuge sollte auf der Grundlage wissenschaftlicher Fakten und nicht nach ideologischen Vorurteilen getroffen werden.Es lohnt auch in diesem Fall der Blick zu unseren skandinavischen Nachbarn. In Finnland und Schweden fahren seit vielen Jahren schon bis zu 25,25 Meter lange Lastzüge. In Dänemark laufen Feldversuche. Bei unseren europäischen Nachbarn tut sich also schon länger etwas zu der Thematik und die FDP-Landtagsfraktion würde es begrüßen, wenn es zu europaweiten Testbetrieben kommen würde. In Zeiten, wo der Güterverkehr immer mehr zunimmt und Europa mehr und mehr zusammenwächst, dürfen der wichtigen Logistikbranche an den Landesgrenzen keine Hürden in den Weg gelegt werden.Die FDP-Landtagsfraktion begrüßt Feldversuche mit Ökolinern. Diese Fahrzeuge verursachen nicht mehr, sondern weniger Verkehr. Wenn eine vorgegebene Gütermenge mit zwei statt mit drei Lkw-Fahrten transportiert werden kann, ist die Verkehrsbelastung deutlich geringer. Weniger Staus wären die Folge. Außerdem verbrauchen die Lastzüge nur unwesentlich mehr Kraftstoff als herkömmliche Lastkraftwagen, so dass in der Summe sowohl der Kraftstoffverbrauch als auch der CO²-Ausstoß vermindert wird. Das, dachte ich, sei bisher das Ziel jeder Fraktion im Landtag. Hat sich die LINKE etwa von diesem Ziel verabschiedet? Ich muss zugeben, das überrascht mich. Das hatte ich bisher gar nicht so wahrgenommen.Zugleich belasten die Ökoliner auch die Straßen deutlich geringer, da sich das Gewicht auf mehr Achsen verteilt. Diese mathematischen Grundsätze scheinen bis zu der LINKEN aber noch nicht vorgedrungen zu sein.Apropos Straßenbelastung: Nach wie vor fehlen an Bundesautobahnen Abstellplätze für Lastkraftwagen. Der daraus folgende Suchverkehr stellt ein Sicherheitsrisiko dar – es kommt zu Verkehrsbehinderungen und zu einer Mehrbelastung für die Fahrer durch die vergebliche Suche nach freiem Parkraum. Gelegentlich kommt es zu einem ‚wilden Parken’. Daraus folgt ein Risiko alle Verkehrsteilnehmer.Die Lösung der Lkw-Stellplatzproblematik sollte als gemeinsames Projekt vor allem in Zusammenarbeit mit den nahe an Bundesautobahnen gelegenen Kommunen verstanden werden. Auch PPP-Modelle sind der Sache dienlich.“Frank Zabel, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: info@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/