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Anke Erdmann zur Sondersitzung des Bildungsausschusses
Presseinformation Landtagsfraktion Schleswig-Holstein Stellv. Pressesprecher Dr. Jörg Nickel Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Telefon: 0431 / 988 - 1503 Fax: 0431 / 988 - 1501 Mobil: 0178/28 49 591 presse@gruene.ltsh.de www.sh.gruene-fraktion.de Nr. 097.11 / 15.02.2011Minister Klug und sein Schulgesetz: Kein Plan, kein KonzeptZur heutigen Sondersitzung des Bildungsausschusses, erklärt die schulpolitische Spre- cherin der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Anke Erdmann:Das Schulgesetz ist verabschiedet, die Debatte vor Ort geht erst richtig los! Es steht in den Sternen, ob dieses Gesetz jemals geordnet umgesetzt werden kann – der Minister hat keinen Plan, kein Konzept wie es jetzt weiter gehen soll.In der heutigen Sondersitzung wurde deutlich: Der Minister hat den Zeitplan aus der Sicht von Schulen und Schulträgern nicht ein einziges Mal durchdacht, sonst müsste er nun die untragbaren Fristen nicht verlängern. Der Minister hat keine eigene, praktikable Idee, wie sein „Baby“, das Y-Modell beim Abitur, konkret umgesetzt werden kann. Und der Minister kann nicht erklären, was die nächsten Schritte sind, um Ruhe an die Schu- len zu bringen. Und der Minister hat - trotz absehbarer Zeitknappheit - in der Zeit von August 2010 bis zum gestrigen Tag nicht einmal mit den kommunalen Spitzenverbän- den über die konkrete Umsetzung des komplizierten Gesetzes gesprochen.Das Gesetz wurde sehenden Bürokratie-Auges verabschiedet – das Ausmaß des Schlamassels war absehbar.Klar ist, bei den Fristen wird nun auf Wunsch der Kommunalen Spitzenverbände nach- gebessert. Die eigentliche zeitliche Verzögerung, die Schulen und Kommune in Be- Seite 1 von 2 drängnis bringt, geht aber – nach Auskunft des Ministers - auf Streitereien im Kabinett zurück. Sonst wäre das Gesetz schon vor den Sommerferien in den Landtag einge- bracht worden. Allein der Unfrieden in Sachen G8/G9 zwischen FDP und Union hat zur extremen Zeitnot geführt. CDU und FDP haben offenbar Zeit für Koalitionsstreit, aber keine für Schulträger und Schulen.Schuldig blieb der Minister auch eine Antwort, warum er die Mitarbeiterinnen und Mitar- beiter seines Hauses ein Wochenende lang der Kritik seines Fraktionsvorsitzenden Herrn Kubicki ausgesetzt ließ und nicht gleich am Freitag deutlich gemacht hat, dass er selber den Erlassentwurf freigegeben hat.Wenn das die Ruhe ist, die die Landesregierung den Schulen versprochen hat, möchte man nicht wissen, wie Getöse klingt. Von Schulfrieden ist dieses Land weiter entfernt als es je war.Viele Fragen bleiben offen, eine davon lautet: Auf welcher Veranstaltung waren die Kol- leginnen Frau Franzen und Frau Conrad, die von einer nachvollziehbaren und umfas- senden Beantwortung sprechen. Wir halten daran fest, es wird im kommenden Landtag eine Fragestunde geben. *** 2