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Lars Harms zu TOP 21 - Einnahmesteigerung und Ausgabesenkung durch Solar- und/oder Photovoltaikanlagen
Presseinformation Kiel, den 24.2.2011Es gilt das gesprochene WortLars HarmsTOP 21 Einnahmesteigerung und Ausgabesenkung durch Solar- und/oder Photovoltaikanlagen Drs. 17/1253Das Thema Solar- und Photovoltaikanlagen ist nur scheinbar ausschließlich ein Thema, bei demman sich aus Landessicht mit der nachhaltigen Energiegewinnung beschäftigt. Es geht hiernach unserer Auffassung um viel mehr. Es geht hier um Unternehmen, die unterstützt werdenmüssen, es geht um die Finanzsituation des Landes Schleswig-Holstein, es geht um dieZusammenarbeit mit Energieversorgern beim Anschluss solcher Anlagen und dann geht esnatürlich auch um die Etablierung einer sauberen Energieform. Bei all dem hat dieLandesregierung bisher die Hände in den Schoß gelegt und nichts getan.Wir haben die absurde Situation, dass wir als Land Schleswig-Holstein mit Solaranlagen aufunseren landeseigenen Dächern Geld verdienen könnten, dass wir dringend für Aufgaben desLandes benötigen, und dass gleichzeitig hier ansässige Firmen, ihre Anlagen in anderenBundesländern installieren, weil man hier nicht zu Potte kommt. 2In den Haushaltsberatungen wurden wichtige soziale und kulturelle Projekte massiv gekürzt.Dabei ging es manchmal um geringe Summen – oft unterhalb von 10.000 Euro. Mit denEinnahmen, die wir mit der Solarenergie auf unseren Dächern erzielen könnten, könnten wirmanches dieser Projekte aufrecht erhalten. Wir könnten aber auch das Geld für das uns alleeinende Ziel der Schuldenreduzierung nutzen. Was wir aber nicht können ist, auf dieseEinnahmen verzichten! Aber genau das tut die Landesregierung bisher wider besseren Wissens.Es gibt dabei zwei Möglichkeiten. Man kann einerseits selber als Investor Anlagen auf denDachflächen der landeseigenen Gebäude installieren. Dann wäre es möglich, dass hiesigeHandwerksbetriebe und Solaranlagenhersteller profitieren könnten. Andererseits wäre es auchmöglich, die Dachflächen einfach nur für die Nutzung zur Verfügung zu stellen und diese anBetreiber zu verpachten. Ein solches Modell wird von der Deutschen Umweltberatung ausLübeck schon erfolgreich in anderen Bundesländern angeboten und durchgeführt. Warumsollte dies nicht auch bei uns möglich sein?Das Verpachtungsmodell hätte den Charme, dass wir kein eigenes solares Dachflächenkatasterbenötigen würden und wir regelmäßige Pachteinnahmen ohne weiteres Risiko generierenkönnten. Aber egal, welches der Modelle angestrebt werden würde, jedes der Modelle würdemehr Geld in die Kasse des Landes spülen. Und bevor die Landesregierung wieder bei denSchwächsten kürzt, wäre es endlich einmal angebracht, dass man erst einmal die Einnahmenverbessert!Ich glaube, dass das Land immer noch nicht genügend seiner Vorbildfunktion hier nachkommt.Wir wollen Bürgersolaranlagen. Wir wollen dass die Bürgerinnen und Bürger in diesem Landmit solchen Anlagen Geld verdienen und hier bei uns dann Steuern zahlen. Wir wollen, dassunsere Hersteller und Handwerksbetriebe überall im Land gut ausgelastet sind. Warum gehtdie Landesregierung dann nicht mit gutem Beispiel voran? Sie sprechen doch immer von einer 3guten Mittelstandspolitik. Hier haben Sie die Gelegenheit dazu, konkret etwas für dasHandwerk und den Mittelstand zu tun. Bisher haben Sie aber diese Chance verstreichen lassen.In dem Moment, wo das Land vorangeht, wird es auch eine breitere Diskussion mit denEnergieversorgern geben müssen, die ja auch Leitungsnetzbetreiber sind. Da gibt es natürlichunterschiedliche Interessen und mancherorts in Deutschland sind dieEnergieversorgungsunternehmen wenig kooperativ, wenn es um den Anschluss vonBürgersolaranlagen an das Stromnetz geht. Wie die Erfahrungen in Schleswig-Holstein seinwerden, können wir heute noch nicht sagen, weil die Landesregierung dieses Thema bishermehr oder weniger verschlafen hat. Wir glauben, dass wenn das Land voran geht, sich auch dieTüren für private Investitionen öffnen würden. Und das, meine Damen und Herren, wäre einewirkliche echte Mittelstandspolitik in unserem Land. Davon sind wir aber bisher Dank derLandesregierung noch weit entfernt.Wir haben heute einen Vorschlag vorgelegt, wie wir die Einnahmen des Landes verbessernkönnen, wie wir die Steuereinnahmen erhöhen können – ohne jemanden zusätzlich zubelasten, wie wir den Mittelstand und das Handwerk stärken können, wie wir dieBetriebskosten für unsere Liegenschaften senken können, wie wir nachhaltig Energieproduzieren können und wie wir ein Vorbild für unser Land sein könnten. Ich bitte Sie daher umZustimmung zu unserem Antrag.