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Oliver Kumbartzky: Solar- und Photovoltaik-Anlagen auf Liegenschaften des Landes sind kein Allheilmittel
FDP Landtagsfraktion Schleswig-Holstein 1Presseinformation Wolfgang Kubicki, MdL Vorsitzender Nr. 118/2011 Katharina Loedige, MdL Stellvertretende Vorsitzende Kiel, Donnerstag, 24. Februar 2011 Günther Hildebrand, MdL Parlamentarischer GeschäftsführerSolar-/Photovoltaikanlagen www.fdp-sh.de Oliver Kumbartzky: Solar- und Photovoltaik-Anlagen auf Liegenschaften des Landes sind kein AllheilmittelIn seiner Rede zu Top 21 (Einnahmesteigerung und Ausgabesenkung durch Solar- und/oder Photovoltaikanlagen) sagte der energiepolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Oliver Kumbartzky:„Man muss sich vergewissern: Die Photovoltaikanlagen gibt es nicht um- sonst, und das Land könnte die Anlagen nur mit einer neuen Schulden- aufnahme finanzieren. Außerdem ist nicht jedes Dach pauschal geeignet – das aber wird pauschal im Oppositionsantrag unterstellt. Es kann ja eh nur um ältere Bauten gehen, da bei Neubauten die gesetzliche Pflicht be- steht, erneuerbare Energien einzusetzen.“ Kumbartzky wirft der Oppositi- on vor, nicht alle Kosten in den Berechnungen einkalkuliert zu haben. So fielen beispielsweise Projektierungskosten, Investitions- und Verwaltungs- kosten sowie am Ende auch Abbaukosten an. Außerdem seien die Finan- zierungskosten zu berücksichtigen, so Kumbartzky.„Wenn eine Anlage in der Anschaffung 50.000 Euro kostet, dann kommen zusätzliche Montage- und Verkabelungskosten, sowie Kosten für die Pla- nung und die Wechseltrichter hinzu. Dadurch hat sich der Preis mehr als verdoppelt. Dazu müssen auch die Zins- und Tilgungskosten mit einbe- rechnet werden. Bei einer Anlage von 50.000 € werden die Kosten dann schnell auf 110.000 Euro ansteigen. Bei einer Laufzeit von 20 Jahren und einem Zinssatz von 6%, was für 20 Jahre wirklich nicht viel ist, müssen jährlich 8.718,63 € allein für die Finanzierungskosten aufgewendet wer- den!“ Von den erwarteten Erträgen, die seit dem letzten Jahr um ein Vier- tel je Kilowattstunde gesunken seien und die zum 1. Juli vermutlich erneut sinken würden, müssten die laufenden Kosten der Verwaltung, der Versi- cherung der Anlage, der Wartung und zum Teil auch der Beheizung ab- gezogen werden, erläutert der FDP-Abgeordnete. Von diesen Nettoein- nahmen müssten die Zinskosten in Höhe von 8.718,63 € subtrahiert wer- den, um den Mehrwert im Landeshaushalt – soweit es überhaupt einen gäbe – zu ermitteln. In dieser Rechnung seien noch nicht einmal die Be- gutachtungskosten für jede Liegenschaft enthalten, so Kumbartzky ab- schließend. Frank Zabel, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431/9881488 Telefax: 0431/9881497, E-Mail: info@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-sh.de/