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Atomkraft: Landesregierung muss sich für neuen Atomkonsens einsetzen
Pressemitteilung Nr. 034/2011Kiel, den 14.03.2011Pressesprecher Lars Erik Bethge, Tel. 0431-988 1383Atomkraft:Landesregierung muss sich für neuen Atomkonsens einsetzenZur aktuellen Diskussion um die Atomkraft erklärt der energiepolitischeSprecher der SSW-Landtagsfraktion, Lars Harms:„Das Unglück in Japan macht deutlich, dass der Mensch nie die Kräfte derNatur beherrschen wird. Kein noch so kluges Konzept, keine noch soausgefeilte Technik und kein noch so fehlerfreier Mensch können garantieren,dass das atomare Feuer absolut sicher eingeschlossen werden kann.Angesichts der Tragödie, die sich in Japan abspielt ist es allerdings daneben,dass die deutsche Politik die drohende Kernschmelze schon wieder fürkurzfristige Grabenkämpfe nutzt, statt innezuhalten und sich die Zeit füreinen neuen Denkprozess zu nehmen. Statt der üblichen Gefechte brauchenwir eine solide Diskussion darüber, wie es in der Atompolitik weitergehen 2kann und soll. Eine seriöse, zielgerichtete Diskussion kann nur in erneutenKonsensgesprächen stattfinden. Deshalb fordern wir die Landesregierung auf,sich in Berlin für einen neuen Atomkonsens einzusetzen. Die aktuellenEreignisse sind dafür mehr als Grund genug.Die Meinung des Ministerpräsidenten, dass das Ereignis in Japan nichts mitunseren Atomkraftwerken zu tun hat, zeigt leider, dass die Befürworter derKernenergie nicht einmal nach einer solchen Katastrophe bereit sind, sich denRealitäten zu stellen. Die phrasenhafte Ankündigung der Überprüfung vontechnischen Sicherheitsstandards ist der verzweifelte Versuch, diegrundsätzlichen Probleme der Atomkraft zu leugnen und die Normalität inder deutschen Atompolitik wiederherzustellen. Er wird kläglich scheitern.“Lars Harms kritisiert auch die heutige Ankündigung von Vattenfall, über dieZukunft der beiden schleswig-holsteinischen Atomkraftwerke Krümmel undBrunsbüttel werde man spätestens bis Ende Juni auf Grundlage einerWirtschaftlichkeitsanalyse entscheiden. „Die wirtschaftlichen Interessen derBetreiber dürfen nicht darüber entscheiden, welche Risiken für dieBevölkerung und die Umwelt eingegangen werden. Diese Abwägung ist dasGrundübel der Atompolitik.“