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Henning Höppner: Modell "Wünschelrute" macht Schulentwicklungsplanung unmöglich
Kiel, 28. März 2011 Nr. 094/2011Henning Höppner:Modell „Wünschelrute“ macht Schulentwicklungsplanung unmöglichZur Presseberichterstattung über G9 an Gymnasien und die Entscheidung des Bildungsministeriums zum Abitur am Bernstorff-Gymnasium in Satrup erklärt der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Dr. Henning Höppner:Es zeigt sich immer mehr, dass die Schulgesetznovelle, die die schwarz-gelbe Koalition im Januar durchgestimmt hat, nur zu einem taugt: nämlich eine vernünftige Schulentwicklungsplanung in Schleswig-Holstein zu zerschlagen. Es steht jetzt fest, dass nicht einmal 15 % der Gymnasien zum Abitur nach neun Jahren zurückkehren wollen. Das Bildungsministerium lässt jedoch keine Gelegenheit aus, um den ungeliebten Gemeinschaftsschulen und zum Teil auch den Regionalschulen vor Ort das Wasser abzugraben. Deswegen ist die Einführung des so genannten Y-Modells am Satruper Gymnasium nur ein weiterer Beleg dafür, dass Herrn Dr. Klugs Wünschelrute ohne Rücksicht auf Verluste bei den Schulträgern gegen die örtlichen Gemeinschaftsschulen eingesetzt wird. So kann nur jemand handeln, dessen Partei auf kommunaler Ebene kaum verankert ist.Die SPD wird sich weiterhin für eine Arbeitsteilung zwischen Gymnasien mit G8 und Gemeinschaftsschulen mit G9 einsetzen, durch die die Wahlfreiheit der Eltern gesichert wird.Dem Minister wäre anzuraten, sich für das letzte Jahr seiner Amtszeit das eine oder andere Projekt zu suchen, das sein Bild in der Geschichte der schleswig-holsteinischen Bildungspolitik etwas freundlicher gestalten kann, als es sich zur Zeit abzeichnet.