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04.04.11 , 13:56 Uhr
SPD

Wolfgang Baasch und Bernd Heinemann: An Mutter-Kind Kuren darf nicht gespart werden!

Kiel, 4. April 2011 Nr. 105/2011



Wolfgang Baasch und Bernd Heinemann:
An Mutter-Kind Kuren darf nicht gespart werden!

Zum Besuch des Arbeitskreises Arbeit, Soziales, Jugend, Familie und Gesundheit der SPD- Landtagsfraktion in Mutter-Kind-Kurheimen auf der Insel Sylt erklären der sozialpolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, Wolfgang Baasch, und der gesundheitspolitische Sprecher, Bernd Heinemann:
Die Gespräche in Mutter-Kind-Kureinrichtungen auf der Insel Sylt haben wieder bestätigt, dass die Krankenkassen ihre teilweise rigide Bewilligungspraxis bei Eltern-Kind-Kuren weiter fortsetzen.
Mutter- bzw. Vater-Kind-Kuren sind gesetzliche Pflichtleistungen der Krankenversicherung. Doch die Praxis sieht oft anders aus. Alle Beteiligten berichteten übereinstimmend von einer restriktiven bis ablehnenden Haltung der gesetzlichen Krankenkassen, wenn es um die Bewilligung dieser unverzichtbaren Aufgabe geht. Oft sind die Begründungen für die Ablehnung nicht nachvollziehbar und viele Frauen scheuen den Widerspruch, weil das ein aufwändiges und nervenaufreibendes Verfahren ist.
Für das Funktionieren und die Gesundheit der Familie als wichtiger Voraussetzung für gute Lebenschancen sind bei entsprechenden Diagnosen Mutter-/Vater-Kind-Kuren wichtiger denn je. Vor allem steht der Präventionsgedanke hier im Vordergrund. Ambulante Leistungen, wie sie oft von den Krankenkassen gefordert werden, werden den Krankheitsbildern von Müttern und Kindern weder gerecht noch lassen sie eine Genesung in der Alltagswirklichkeit erwarten. Dies war im Übrigen auch der Grund, warum Mütter-Kind-Kuren zu einer gesetzlichen Pflichtleistung wurden.
Die Einrichtungen berichten, dass der schleppende und sehr oft sogar ablehnende Umgang der Krankenkassen mit Kuranträgen nicht nur den betroffenen Eltern, sondern zunehmend auch den Kureinrichtungen, die nicht mehr ausreichend belegt sind, und damit wichtigen Arbeitgebern in 2



der Region massiv schadet. So musste der ADS Grenzfriedensbund seine Einrichtung in Rantum wie schon in Langballig schließen.
Mutter-Kind-Kur-Einrichtungen sind ein unverzichtbarer Bestandteil des präventiven und therapeutischen Angebots im Gesundheitsland Schleswig-Holstein. Gerade deshalb ist die Landesregierung, namentlich der Sozialminister Dr. Garg, gefordert, sich bei den Krankenkassen dafür einzusetzen, dass diese die Kuren auch reibungslos genehmigen.
Die SPD-Landtagsfraktion hat zu dieser Thematik für die Landtagssitzung im Juni einen Bericht gefordert. Zudem werden wir Krankenkassen und Einrichtungen an einen Tisch bringen, um das Thema mit ihnen zu erörtern.

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