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Glücksspielmarkt: Erpressung anderer Länder ist skandalös
Pressemitteilung Nr. 052/2011Kiel, den 6.04.2011Pressesprecher Lars Erik Bethge, Tel. 0431-988 1383Glücksspielmarkt:Erpressung anderer Länder ist skandalösZum Ergebnis der heutigen Verhandlungen der Ministerpräsidentenkonferenz über einen neuen Glücksspielstaatsvertrag, bei der alle anderen 15 Bundesländer sich auf einen Kom promiss verständigt haben, erklärt die Vorsitzende der SSW- Landtagsfraktion, Anke Spoorendonk:„Das Ausscheren der Landesregierung beim Glücksspielstaatsvertrag schadetSchleswig-Holstein. CDU und FDP behandeln die Wettanbieter wie jedes andereWirtschaftsunternehmen und schielen nur nach den Steuereinnahmen, die anfallenwürden, wenn diese Unternehmen sich in Schleswig-Holstein ansiedeln. BeiSportwetten geht es aber nicht um ein normales Produkt wie Butter oder einealltägliche Dienstleistung wie Fensterputzen, sondern um ein Angebot mit hohemSuchtpotenzial, dessen Zulassung zudem schwerwiegende Konsequenzen für diegemeinnützigen Lotterien hat.Die Landesregierung hat den anderen Bundesländern vor den heutigen Verhand- 2lungen gedroht, der Landtag werde bis zum Sommer ein eigenes Glücksspielgesetzverabschieden und so einen Staatsvertrag verhindern, wenn die Länder sich nicht aufeine Liberalisierung verständigen. Es ist skandalös, dass Carstensen und Kubicki imNamen der Schleswig-Holsteiner andere Bundesländer erpressen, um die Sport-wetten zu legalisieren und die Sportwettenanbieter nach Schleswig-Holstein zulocken.Wir fordern die Landesregierung auf ihren renitenten Sonderweg zu verlassen undsich dem Kompromiss aller anderen Bundesländer anzuschließen, der mehr als weitgenug geht.“