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Marlies Fritzen zum ukrainischen Sondermüll und dem Brand in Lübeck
Presseinformation Landtagsfraktion Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Telefon: 0431 / 988 - 1503 Fax: 0431 / 988 - 1501 Mobil: 0172 / 541 83 53 presse@gruene.ltsh.de www.sh.gruene-fraktion.deUkrainischer Sondermüll – Nr. 223.11 / 06.04.2011Wir wissen, dass wir nichts wissenZum Bericht der Landesregierung über den neuerlichen Brand im einem Zwischenlager der Firma Remondis in Lübeck erklärt die umweltpolitische Sprecherin der Landtags- fraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Marlies Fritzen:„Wir wissen, dass wir nichts wissen“ – so lässt sich der Informationsstand der Landes- regierung bezüglich der aus der Ukraine stammenden, zur Verbrennung in Brunsbüttel bestimmten Giftstoffe zusammenfassen. Die chemische Zusammensetzung des hoch- gefährlichen Mülls ist weiterhin unbekannt und kann analytisch nicht ermittelt werden.Es ist nicht auszuschließen, dass bei den Bränden im Januar und dem Brand in der vergangenen Woche Dioxine oder andere giftige Stoffe freigesetzt wurden. Die Landes- regierung hält es auch für möglich, dass radioaktive Stoffe in einigen Fässern enthalten sein könnten. Jedes einzelne Fass wird daraufhin untersucht, bislang zum Glück mit negativem Ergebnis.Die Fässer in Lübeck sollen jetzt in fest verschließbare Metallbehälter verpackt werden. Dennoch stellen die Umlagerung und der Transport nach Brunsbüttel ein weiteres un- kalkulierbares Risiko dar. Zurückzuführen ist diese Gefahrenlage einerseits auf ein ver- tragswidriges Verhalten der ukrainischen Behörden, die den Müll lieferten. Auf der an- deren Seite stehen grobe Versäumnisse der SAVA, die massive Übermengen über Wo- chen verschwiegen hat. Noch insgesamt mehr als 6.000 Fässer sind in Brunsbüttel und Lübeck gelagert. Die Gefahr, die von dem Giftmüll ausgeht, wird uns noch über Monate begleiten. *** Seite 1 von 1