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Lars Harms zum Dringlichkeitsantrag: Bericht zu den EHEC-Infektionen
PresseinformationKiel, den 25.05.2011 Es gilt das gesprochene WortLars HarmsDringlichkeitsantrag Bericht zu den EHEC-Infektionen in Schleswig-Holstein Drs 17/1546Seit der zweiten Maiwoche ist eine explosionsartige Ausbreitung des EHEC-Bakteriums zuverzeichnen. Vor allem ist derzeit der norddeutsche Raum betroffen. Neben Hamburg,Niedersachsen und Bremen wurden auch in Hessen bestätigte Verdachtsfälle gemeldet. InSchleswig-Holstein hat sich die Zahl der Verdachtsfälle seit Montag auf mehr als 200verdoppelt. Diese rasante Entwicklung ist alarmierend. Bundesweit wurden in den Jahren zuvorrund 900 Erkrankungen mit EHEC-Infektionen im Jahr gemeldet.Aber auch die Zahl der schweren Verläufe in diesem kurzen Zeitraum ist sehr ungewöhnlich.Grundsätzlich gilt, es ist kein neuer Erreger und keine neuer Krankheitsverlauf mit dem wir eszu tun haben. Ungewöhnlich ist aber die rasante Ausbreitung und Aggressivität des Erregers.An der Ursache wird fieberhaft geforscht. 2Derzeit ist noch ungeklärt, wo der Erreger seinen Ursprung hat. Ein Expertenteam des BerlinerRobert Koch Instituts ist fieberhaft auf der Suche nach der Quelle für die Infektion.Wichtig ist, dass alle zuständigen Behörden landes- und bundesweit zusammenarbeiten.Die Verbreitungswege des Erregers sind bekannt. Jetzt gilt es die Quelle zu lokalisieren. DieUntersuchungen hierfür müssen umfassend und sachlich sein. Solange dies nicht bekannt ist,sollte man sich jedoch mit Verdächtigungen und Mutmaßungen zurückhalten.Wichtig ist aber auch, dass die Bevölkerung sachlich informiert wird. Auf der Homepage derLandesregierung ist derzeit alles Bekannte über EHEC und HUS nachzulesen. Ebenso gibt esdort Verknüpfungen zu Informationsseiten für Patienten und Ärzte und einen Link zum RobertKoch Institut. Ich stelle fest: Die Informationspolitik des Landes funktioniert.Ein Krisenstab wurde eingerichtet, um die Verteilung der Patienten auf die Krankenhäuser zuorganisieren. Es wurden auch Geräte zur Blutwäsche aus anderen Bundesländernherangeschafft, um die Kapazitäten bei uns aufzustocken. Auch hier ist festzustellen: DasKrisenmanagement des Landes funktioniert. Im Namen der SSW-Fraktion danke ich MinisterGarg und seinem Stab für die eingeleiteten Maßnahmen.Die Situation ist durchaus ernst zu nehmen, es besteht jedoch kein Grund zur Panik.Wenn heute in großen Buchstaben vom Killer-Keim zu lesen ist, kann ich nur feststellen, dassniemandem mit reißerischen Überschriften geholfen wird.