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25.05.11 , 16:24 Uhr
SSW

Lars Harms zum Dringlichkeitsantrag: Bericht zu den EHEC-Infektionen

Presseinformation
Kiel, den 25.05.2011 Es gilt das gesprochene Wort



Lars Harms


Dringlichkeitsantrag Bericht zu den EHEC-Infektionen in Schleswig-Holstein Drs 17/1546

Seit der zweiten Maiwoche ist eine explosionsartige Ausbreitung des EHEC-Bakteriums zu
verzeichnen. Vor allem ist derzeit der norddeutsche Raum betroffen. Neben Hamburg,
Niedersachsen und Bremen wurden auch in Hessen bestätigte Verdachtsfälle gemeldet. In
Schleswig-Holstein hat sich die Zahl der Verdachtsfälle seit Montag auf mehr als 200
verdoppelt. Diese rasante Entwicklung ist alarmierend. Bundesweit wurden in den Jahren zuvor
rund 900 Erkrankungen mit EHEC-Infektionen im Jahr gemeldet.
Aber auch die Zahl der schweren Verläufe in diesem kurzen Zeitraum ist sehr ungewöhnlich.


Grundsätzlich gilt, es ist kein neuer Erreger und keine neuer Krankheitsverlauf mit dem wir es
zu tun haben. Ungewöhnlich ist aber die rasante Ausbreitung und Aggressivität des Erregers.
An der Ursache wird fieberhaft geforscht. 2
Derzeit ist noch ungeklärt, wo der Erreger seinen Ursprung hat. Ein Expertenteam des Berliner
Robert Koch Instituts ist fieberhaft auf der Suche nach der Quelle für die Infektion.
Wichtig ist, dass alle zuständigen Behörden landes- und bundesweit zusammenarbeiten.
Die Verbreitungswege des Erregers sind bekannt. Jetzt gilt es die Quelle zu lokalisieren. Die
Untersuchungen hierfür müssen umfassend und sachlich sein. Solange dies nicht bekannt ist,
sollte man sich jedoch mit Verdächtigungen und Mutmaßungen zurückhalten.


Wichtig ist aber auch, dass die Bevölkerung sachlich informiert wird. Auf der Homepage der
Landesregierung ist derzeit alles Bekannte über EHEC und HUS nachzulesen. Ebenso gibt es
dort Verknüpfungen zu Informationsseiten für Patienten und Ärzte und einen Link zum Robert
Koch Institut. Ich stelle fest: Die Informationspolitik des Landes funktioniert.
Ein Krisenstab wurde eingerichtet, um die Verteilung der Patienten auf die Krankenhäuser zu
organisieren. Es wurden auch Geräte zur Blutwäsche aus anderen Bundesländern
herangeschafft, um die Kapazitäten bei uns aufzustocken. Auch hier ist festzustellen: Das
Krisenmanagement des Landes funktioniert. Im Namen der SSW-Fraktion danke ich Minister
Garg und seinem Stab für die eingeleiteten Maßnahmen.
Die Situation ist durchaus ernst zu nehmen, es besteht jedoch kein Grund zur Panik.
Wenn heute in großen Buchstaben vom Killer-Keim zu lesen ist, kann ich nur feststellen, dass
niemandem mit reißerischen Überschriften geholfen wird.

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