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PM Wahlkreiseinteilung: Der Vorschlag von CDU und FDP ist nicht optimal aber der beste
Pressemitteilung Nr. 074/2011Kiel, den 27.05.2011Pressesprecher Lars Erik Bethge, Tel. 0431-988 1383Wahlkreiseinteilung:Der Vorschlag von CDU und FDP ist nicht optimal aber der beste Zur heutigen Abstimmung des Landtags-Wahlkreisausschusses über den Zuschnitt derWahlkreise erklärt Silke Hinrichsen, stellvertretende Vorsitzende der SSW-Landtags-fraktion und Mitglied des Wahlkreisausschusses:„Die heute vom Wahlkreisausschuss endgültig beschlossene Einteilung ist einKompromiss, aber es lag keine Alternative vor, die die verschiedenen Interessen imLand besser austariert hätte. Insbesondere bedauern wir, dass Lübeck einenWahlkreis verliert und dass es kein Modell gibt, bei dem die Kreisgrenzen sichinsgesamt besser im Wahlkreiszuschnitt widerspiegeln. Dies ist aber eine logischeFolge dessen, dass die Zahl der Wahlkreise reduziert werden soll. Es geht um einkomplexes Puzzle bei dem Bevölkerungszahlen, Kommunalgrenzen, Wahlkreis-größen und regionale Interessen berücksichtigt werden müssen. Bei den großenParteien spielen zusätzlich noch persönliche Interessen hinein. Jeder, der Teile neusetzen will, reißt sofort anderswo neue Löcher. Deshalb gibt es viele schlechteLösungen, keine perfekte und wenig Spielraum für Kompromisse. Die Alternativen 2zum Vorschlag der CDU und der FDP waren in der Gesamtbetrachtung auf ganzSchleswig-Holstein leider nicht besser. Deshalb hat der SSW diesem Wahlkreis-zuschnitt zugestimmt.Für den SSW war entscheidend, dass auch die dünner besiedelten Regionen im Landbei der Reduzierung der Wahlkreise nicht ins Hintertreffen geraten dürfen. Dafürmüssen wir in ländlichen Räumen eine deutlichere Unterschreitung der durch-schnittlichen Wahlkreisgröße hinnehmen. Die Interessengegensätze zwischenverschiedenen Stadtteilen sind erheblich geringer als innerhalb eines sehr großenLandwahlkreises. Deshalb hatte die Verhinderung von allzu großen Wahlkreisen füruns Priorität. Selbst unter dieser Bedingung muss Nordfriesland einen Wahlkreisabgeben. In Dithmarschen und Schleswig-Flensburg können aber bei Ausschöpfungdes Rahmens des Landeswahlgesetzes zu große Wahlkreise vermieden werden.Die Einteilung der Landtagswahlkreise wird immer von den Interessen insbesondereder beiden großen Parteien geprägt. Das letzte Mal gelang eine einvernehmlicheLösung, weil CDU und SPD im Zuge der Diätenreform 2002 gemeinsame Interessenhatten. Das haben sie heute anscheinend nicht, obwohl sie gemeinsam das neueWahlgesetz verabschiedet haben, und dies hat leider die Interessengegensätzeverstärkt und der Auseinandersetzung eine Schärfe verliehen, die eineninterfraktionellen Kompromiss verhindert hat. Das bedauern wir außerordentlich.“