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PM Landesregierung kann Glücksspielgewinne für das Land nicht belegen
Pressemitteilung Nr. 086/2011Kiel, den 30.06.2011Pressesprecher Lars Erik Bethge, Tel. 0431-988 1383Landesregierung kann Glücksspielgewinne für das Land nicht belegenDer SSW kritisiert, dass die schwarz-gelbe Koalition den finanziellen Gewinn durchihren Alleingang beim Glücksspielgesetz nicht beziffern kann. „Während der Glücks-spielexperte der Landesregierung, Hans-Jörn Arp, gegenüber der Financial Timesschon von Steuermehreinnahmen im hohen zweistelligen Millionenbereichschwärmt, kann der Finanzminister noch gar keine Zahlen nennen“, kritisiert derfinanzpolitische Sprecher der SSW-Landtagsfraktion, Lars Harms.Harms verweist auf die aktuelle Antwort der Landesregierung auf seine KleineAnfrage (Landtagsdrucksache 17/1590), aus der hervorgeht, dass nur ein geringer Teildes neuen Glücksspiels wirklich zu Steuermehreinnahmen des Landes führen würde.„Die meisten alten und neuen Aktivitäten im Glücksspielbereich werden vom Bundbesteuert. Nur wenn Sportwetten online von einem Anbieter aus einem anderen EU-Land an Kunden mit Wohnsitz in Schleswig-Holstein vertrieben werden oder wenn 2Wetten eines Anbieters aus dem Ausland von einem inländischen Unternehmenvermittelt werden, könnte unter bestimmten Bedingungen die Glücksspielabgabe andas Land anfallen. In allen anderen Fällen greifen andere steuerrechtliche Rege-lungen und Schleswig-Holstein hat nichts davon, außer dem vorauszusehendenMehraufwand in Sucht- und Schuldnerberatungsstellen und neuen sozialenProblemen.Unter diesen Bedingungen wäre es sogar unglücklich, wenn sich ein Glücks-spielanbieter in Scheswig-Holstein niederlässt, weil dann die Besteuerung gemäßdem Rennwett- und Lotteriegesetz des Bundes oder über die Umsatzsteuer erfolgt.Es bleibt also weiterhin schleierhaft, was Carstensen, Arp und Kubicki antreibt.Das enorme Engagement von CDU und FDP für die bislang in Deutschland illegalenGlücksspiele ist sicherlich im Interesse der internationalen Glücksspielwirtschaft.Dass es auch ernsthaft im Interesse Schleswig-Holsteins ist, können die schwarze-gelben Glücksspiel-Guerilleros aber nicht belegen.“