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Robert Habeck und Detlef Matthiessen zum Ausbau der Stromnetze in Schleswig-Holstein
Presseinformation Landtagsfraktion Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Telefon: 0431 / 988 - 1503 Fax: 0431 / 988 - 1501 Mobil: 0172 / 541 83 53 presse@gruene.ltsh.de www.sh.gruene-fraktion.de Nr. 371.11 / 30.06.2011Schneller Ausbau der Stromnetze: Modellprojekt Westküstenleitung gefordert Zum Ausbau der Stromnetze in Schleswig-Holstein erklären der Vorsitzende der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Robert Habeck und deren energiepolitische Sprecher Detlef Matthiessen:Robert Habeck: „Der Ausbau der Stromnetze ist von strategischer Wichtigkeit für Schles- wig-Holstein, um eine zügige Entwicklung der Erneuerbaren Energien voranzubringen. Nach dem Ausstieg aus dem Atomprogramm darf die Antwort nicht die Stärkung der Kohle- verstromung heißen. Die Grüne Landtagsfraktion spricht sich nach wie vor entschieden ge- gen den weiteren Neubau von Kohlekraftwerken − wie in Brunsbüttel geplant − aus. Hierzu schweigt die Landesregierung. Wir dürfen nicht den Teufel Atom mit dem Beelzebub Kohle austreiben. Die Zukunft gehört den Erneuerbaren Energien!Die bereits gebauten und die genehmigten Vorhaben in Deutschland reichen bei Weitem aus, die Stromversorgung sicherzustellen. Stattdessen ist ein zügiger Ausbau der Erneuer- baren notwendig.“„Das wird ein gigantisches Konjunkturprogramm und eine Riesenchance für Schleswig- Holstein“, so Detlef Matthiessen. „Die Erneuerbaren kommen, aber nicht von allein. Wer neun Gigawatt Windstrom an Land installieren will, braucht starke Stromnetze.Besonders an der Westküste brauchen wir eine neue 380 kV-Leitung von Niebüll nach Brunsbüttel. Schon jetzt kann der Windstrom in bedeutenden Mengen nicht abgeführt wer- den. Die Verfahren dauern viel zu lange.“ Seite 1 von 2 „Wir wollen, dass es schnell geht. Wir wollen die Bürgerinnen und Bürger dabei mitnehmen. Ein Element ist eine Mitfinanzierung aus der Region, wie wir das bereits von Bürgerwind- parks und Bürgersolaranlagen kennen. Damit wird die Akzeptanz wesentlich beflügelt und die Wertschöpfung aus der Bewirtschaftung der Netze bleibt zu einem großen Teil in der Region. Deshalb machen wir uns für eine Modellregion Westküstenleitung Schleswig- Holstein stark“, ergänzt Robert Habeck.„Es ist klar, dass wir damit Neuland betreten. Bisher gibt es solche Modelle der Netzfinan- zierung noch nicht. Daher setzen wir uns für ein Sondermodell ein, das mit dem Netzbetrei- ber und der Aufsichtsbehörde Bundesnetzagentur einerseits und der Region an der West- küste andererseits umgesetzt werden soll. Zentraler Akteur in der Region wäre aus unserer Sicht die ARGE Netz, um ein BürgerEnergieNetzNordfrieslandDithmarschen (B.E.N.N.D.) umzusetzen [siehe auch www.arge-netz.de]. Wir werden dies politisch vorantreiben und ggf. den gesetzlichen Rahmen auf Änderungsbedarf prüfen. Zurzeit gehen wir davon aus, dass solche Modellvorhaben, z.B. in Form eines Netzausbau-Fonds-Westküste Schleswig- Holstein, auch mit der neuen Gesetzgebung umsetzbar wären.Netze in Bürgerhand! Das ist schon lange eine Grüne Forderung. Dies wollen wir am Bei- spiel der Westküstenleitung neu interpretieren.“ erklärt Matthiessen abschließend. *** 2