Diese Webseite verwendet ausschließlich für die Funktionen der Website zwingend erforderliche Cookies.

Datenschutzerklärung

19.10.11 , 14:18 Uhr
B 90/Grüne

Bernd Voß zum Einsatz des Wirkstoffs Glyphosat in Unkrautbekämpfungsmitteln

Presseinformation

Landtagsfraktion Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel
Telefon: 0431 / 988 - 1503 Fax: 0431 / 988 - 1501 Mobil: 0172 / 541 83 53
presse@gruene.ltsh.de www.sh.gruene-fraktion.de
Nr. 573.11 / 19.10.2011



Gefahren durch Herbizideinsatz nicht verharmlosen!
Zur Diskussion um mögliche Gefahren durch den Einsatz des Wirkstoffs Glyphosat als Bestandteil von Unkrautbekämpfungsmitteln (Herbiziden) wie „Roundup“ sagt der ag- rarpolitische Sprecher der Landtagsfraktion von Bündnis 90/Die Grünen, Bernd Voß:
Glyphosat als Bestandteil von Totalherbiziden ist der weltweit am häufigsten eingesetz- te Pestizidwirkstoff. Vor allem in Ländern, in denen gegen diesen Wirkstoff resistente, gentechnisch veränderte Sojasorten angebaut werden, wird er massenhaft verwendet. Aber auch in Schleswig-Holstein wird er seit fast 40 Jahren breit eingesetzt.
In Deutschland hat sich der Absatz von Glyphosat von rund 1.000 Tonnen in 1993 auf rund 5.000 Tonnen in 2010 verfünffacht. Der Anteil dieses Wirkstoffes an der Gesamt- menge der eingesetzten Herbizide liegt momentan bei 30 Prozent, mit steigender Ten- denz. Lange Zeit galt dieser Wirkstoff als völlig unbedenklich. In jüngerer Zeit häufen sich Berichte über unerwünschte oder sogar gefährliche Nebenwirkungen: Abnahme der Bodenfruchtbarkeit, höhere Krankheitsanfälligkeit bei Kulturpflanzen, Frühgeburten bei Rindern, die mit glyphosathaltigem Futter gefüttert werden, bis hin zu Missbildungen bei Embryonen und krebserregende Wirkungen.
Auch wenn diese in einzelnen Studien festgestellten Effekte nicht erwiesen sind: Wir müssen diese Hinweise ernst nehmen und dürfen die Gefahren durch Herbizideinsatz nicht verharmlosen. Es ist unverständlich, warum mit Zustimmung Deutschlands die Überprüfung der EU-Zulassung, die eigentlich in 2012 anstand, um drei Jahre auf 2015 verschoben wurde. So lange darf die Politik die LandwirtInnen und VerbraucherInnen nicht im Ungewissen lassen.
Von der Landesregierung fordern wir, eine an Risikokriterien orientierte Auswahl der Beprobung bei der Rückstandskontrolle vorzunehmen. Dazu gehört unbedingt auch die Seite 1 von 2 Untersuchung von Futtermitteln, die bisher völlig vernachlässigt wurde.
***



2

Download PDF

Pressefilter

Zurücksetzen