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19.10.11 , 17:20 Uhr
B 90/Grüne

Ines Strehlau zu den Vorschlägen des Aktionsrates Bildung

Presseinformation

Landtagsfraktion Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel
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Nr. 574.11 / 19.10.2011

Die Eigenbrötlerei der Kultusministerien muss ein Ende haben
Zu den heute veröffentlichten Vorschlägen des Aktionsrates Bildung sagt die für Bil- dungsföderalismus zuständige Abgeordnete der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Ines Strehlau:
Die Vorschläge des Aktionsrates Bildung gehen in die richtige Richtung. Wenn der Be- reich Bildung in der Hoheit der Länder bleiben soll, muss er weiter entwickelt werden.
Damit sind nicht einheitliche Abschlussprüfungen am selben Tag im gesamten Bundes- gebiet gemeint, sondern ein Aufgabenpool mit vergleichbaren Aufgabenstellungen, mit dem die Abschlussarbeiten erstellt werden.
Wir Grünen hatten im Oktober einen Landtagsantrag eingebracht, in dem wir verbindli- che, bundesweit geltende Regelungen im Bildungssystem fordern, die sowohl die Mobi- lität der Lehrenden und Lernenden ermöglichen, als auch die Gleichwertigkeit der Le- bensverhältnisse garantieren. Die Entwicklung und Umsetzung von bundesweit ver- gleichbaren Evaluationsverfahren und von Qualitäts- und Leistungsstandards, also auch vergleichbare Abschlussprüfungen, sind dort ein konkreter Punkt.
Der Antrag wird im Bildungsausschuss weiter beraten werden. Mit einem interfraktionel- len Votum hätten wir die Chance, von Schleswig-Holstein den Impuls in die anderen Bundesländer zu geben, sich auf einheitliche Rahmenbedingungen einzulassen. Die Ei- genbrötlerei der Kultusministerien muss ein Ende haben – sonst hat der Bildungsföde- ralismus ein Ende.
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