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PM Informationsfreiheit: Schleswig-Holstein ist nur noch Mittelmaß
Pressemitteilung Nr. 171/2011Kiel, den 16.12.2011Pressesprecher Lars Erik Bethge, Tel. 0431-988 1383Informationsfreiheit:Schleswig-Holstein ist nur noch MittelmaßDer Landtag hat heute mit den Stimmen von CDU und FDP ein neuesInformationszugangsgesetz beschlossen, das das bisherigeInformationsfreiheitsgesetz und das Umweltinformationsgesetz vereint. Hierzuerklärt die Vorsitzende der SSW-Landtagsfraktion, Anke Spoorendonk:„Dies ist ein schwarzer Tag für die offene Gesellschaft. Mit dem Informations-zugangsgesetz geben die CDU und die FDP nicht nur wesentliche bürger-freundliche Regelungen in den bestehenden Gesetzen auf, sie verpassen auchdie Chance, das Recht der Bürgerinnen und Bürger auf den Zugang zu öffent-lichen Informationen zeitgemäß weiterzuentwickeln.Zu einer modernen aktiven Informationspolitik hätte unter anderem gehört,dass Behörden Informationen über Verwaltungsvorgänge von sich aus imInternet zur Verfügung stellen, wie es in Skandinavien längst Gang und Gäbe 2ist, und dass Kabinettsvorlagen nicht für immer und ewig als Verschlusssachebehandelt werden. Dazu hat Schwarz-Gelb aber weder den Mut noch denWillen gehabt.Mit seinem Informationsfreiheitsgesetz von 2000 spielte Schleswig-Holsteinin der ersten Liga, wenn es um Transparenz von Politik und Verwaltung ging.Seit heute ist unser Land nur noch Mittelmaß. Der SSW wird sich in denkommenden Jahren dafür stark machen, dass die Bürgerinnen und Bürgerwieder mehr Einblick in staatliches Handeln und staatliche Akten bekommen,denn Informationsfreiheit ist nicht nur ein wesentlicher Bestandteil einermodernen Gesellschaft. Ein möglichst gläserner Staat ist auch die besteMethode, das Vertrauen der Menschen in staatliche Entscheidungsprozesse zu stärken und ihre demokratische Teilhabe zu fördern.“