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Lars Harms zu TOP 58 - Bericht zu den Auswirkungen des Zukunftsinvestitionsgesetzes
Presseinformation Kiel, den 26.01.2012Es gilt das gesprochene WortLars HarmsTOP 58 Bericht zu den Auswirkungen des Zukunftsinvestitionsgesetzes Drs. 17/1855 + 2136Alle loben heute die Konjunkturprogramme der vergangenen Jahre. Und auch schon als diesenach der großen Krise 2008 beschlossen wurden, waren sich die meisten einig, dass dieseKonjunkturprogramme und die damit verbundenen Maßnahmen, richtig und wichtig sind. Nunmag man das noch als politische Rhetorik abtun, aber die Bewertung und die Fakten von heutesprechen eine eindeutige Sprache. Die Konjunkturprogramme der letzten drei Jahre waren eingroßer Erfolg und vergleichen wir die Bundesrepublik Deutschland mit anderen Ländern inEuropa und auf der Welt, dann kann man sagen, dass die Maßnahmen wirklich viel bessergewirkt haben, als die Lösungen in anderen Staaten.Wir haben also unsere eigenen Ziele erreicht und waren dabei auch besser als andere Staaten.Und wenn ich von „wir“ spreche, dann meine ich es auch so. Diese Programme wurden von denmeisten politischen Parteien auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene mit getragen undsind für mich auch ein Zeugnis dafür, dass Politik sehr wohl handlungsfähig ist und dass es den 2Leuten hier auch wirklich ganz anschaulich wird, dass eine gute Politik durchaus dieLebensumstände der Menschen verbessert.Aber welche politische Botschaft wird eigentlich durch diese Erfolgsgeschichte derKonjunkturprogramme der jüngsten Vergangenheit sichtbar. Für den SSW ist dies eindeutigdie Tatsache, dass hier staatliche Interventionen und Investitionen positiv gewirkt haben.Durch staatliche Investitionen kann man also einen Markt wieder auf den richtigen Wegführen, wenn man es geschickt genug anstellt. Alle, die in der Vergangenheit gesagt haben, derStaat müsse sich überall und immer heraushalten, sind Lügen gestraft worden. StaatlicheKonjunkturprogramme können die Wirtschaft beleben. Das wussten wir als SSW auch schonvorher; aber jetzt müsste dieses Faktum auch dem letzten Neoliberalen klar geworden sein.Auch die Unternehmen haben etwas davon, wenn ein starker Staat handelt. Das ist dieeigentliche Botschaft der Erfolge der letzten drei Jahre.Bei den Maßnahmen, die durchgeführt wurden, gibt es für uns zwei Ansatzpunkte, wie wir siebewerten können. Einerseits muss man betrachten, wie hoch die Anfangsinvestitionen sindund welche Branche besonders gefördert wird. Andererseits müssen wir aber auch daraufachten, dass die Projekte auch mittel- und langfristig wirken. 10 Milliarden Euro wurdeninvestiert und mussten dann noch mit 25 % co-finanziert werden. Das ist eine riesige Summe.Dass diese Summe aber so schnell eingesetzt werden konnte und auch so schnell in diekonjunkturelle Entwicklung einfließen konnte, hat mit Sicherheit etwas damit zu tun, dassman vorwiegend in bauliche Maßnahmen investiert hat. Man hätte es auch anders machenkönnen, aber gerade hier war es möglich, schnell Arbeitsplätze zu generieren. Der erwünschteEffekt war also schnell da und darüber hinaus waren die Investitionen bei den Krankenhäusern,im Städtebau oder in der ländlichen Infrastruktur schon geplant und flächendeckendnotwendig. Kurzfristig wirkte sich also alles in der gesamten Fläche des Landes aus und nichtetwa nur an bestimmten Schwerpunkten. Nach unserer Auffassung war das genau der richtigeAnsatz. 3Gleiches gilt aber auch für die zweite Fragestellung – der nach der Nachhaltigkeit. Wenn wiruns die Bildungsinvestitionen ansehen, dann kann man sagen, dass auch hier zu einem großenTeil nachhaltig gearbeitet wurde. Statt blind auf Aus- und Erweiterungsbauten von Schulenund Hochschulen zu setzten, hat man bewusst einen Schwerpunkt auf die energetischeSanierung der Gebäude gesetzt. Die Einsparungen, die dadurch mittel- und langfristig wirkenwerden, werden in Zukunft quasi als weiteres Konjunkturprogramm für die Bildung wirken.Aus diesen Einsparungen heraus, lassen sich nämlich dann auch in Zukunft sehr individuelleBildungsleistungen an den Schulen und Hochschulen finanzieren.Vom Grundsatz der Nachhaltigkeit ist man nur ein wenig bei den Kindertagesstättenabgewichen. Diese hat man ausgebaut, ohne an die darauf folgenden Betriebskosten zudenken. Hintergrund ist natürlich der Platzmangel, der nun einmal in diesem Bereich wirkt.Und es wird daher unsere Aufgabe gemeinsam mit den Kommunen sein, auch hier nochnachträglich für Nachhaltigkeit zu sorgen.Alles in allem, waren die konjunkturbelebenden Maßnahmen der letzten Jahre überwiegendein Erfolg und das gilt insbesondere für die vielen investiven Maßnahmen in der Fläche unddeshalb betone ich es noch einmal: Staatliche Konjunkturprogramme sind kein sozialistischesTeufelswerk, sondern in Krisen ein wichtiges Mittel, um Arbeitsplätze zu schaffen und zuerhalten und Unternehmen zu stärken.