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Landtagspräsident Torsten Geerdts anlässlich der Schweigeminute zum Gedenken an die Opfer rechtsextremer Gewalt
28/2012 Kiel, 23. Februar 2012Landtagspräsident Torsten Geerdts anlässlich der Schweigeminu- te zum Gedenken an die Opfer rechtsextremer GewaltKiel (SHL) – Mit einer Schweigeminute um 12 Uhr hat heute (Donnerstag 23. Febru- ar) auch der Schleswig-Holsteinische Landtag der Opfer rechtsextremer Gewalt gedacht. Landtagspräsident Torsten Geerdts sagte:„Vor genau einem Monat haben wir hier der Opfer der nationalsozialistischen Gewaltherr- schaft gedacht. Dieser Begriff ist mit schrecklichen Ereignissen verbunden, die vor über 70 Jahren stattfanden. Diese zeitliche Ferne war immer wieder ein Thema, wenn es um das Gedenken ging: Wie kann man an ein Ereignis erinnern, das für viele Menschen heu- te immer mehr verblasst?Eine sehr traurige und zugleich aufrüttelnde Antwort darauf sind die rechtsextremistischen Mordtaten. Über zehn Jahre lang konnten diese gewaltbereiten Extremisten unschuldige Menschen aus unserer Mitte heraus umbringen. Keiner hielt sie auf und niemand zog einen extremistischen Hintergrund der Taten in Erwägung. Schlimmer noch: Den Opfern wurde teilweise eine kriminelle Verstrickung unterstellt.Erst jetzt steht die demokratische Öffentlichkeit vor der erschreckenden Erkenntnis, dass Menschen in Deutschland umgebracht wurden, weil sie in den Augen von Extremisten nicht zu uns, nicht zu Deutschland gehörten. Sie haben unrecht: Die Opfer gehörten zu uns, sie gehörten zu Deutschland.Wir haben im Jahr 2012 keine Verhältnisse in Deutschland wie 1933. Wir sind eine starke, wir sind eine wehrhafte Demokratie. Dazu gehört vor allem Wachsamkeit und der Einbe- zug guter wie schlechter Erfahrungen in unserer Geschichte. In diesem Punkt berühren sich die NS-Verbrechen mit jenen der rechtsextremistischen Terroristen. Wir haben es Schleswig-Holsteinischer Landtag, Postfach 7121, 24171 Kiel ▪ Carsten Maltzan, pressesprecher@landtag.ltsh.de, Tel. 0431 988-1120; Fax 0431 988-1130 ▪ www.sh-landtag.de → Presseticker 2heute in der Hand, darauf zu reagieren und ich weiß, dass wir das alle gemeinsam, an- gemessen und unmissverständlich, tun werden.Das Gedenken an die unschuldigen Opfer ist wichtig. Es ist unser Zeichen der Solidarität mit den Angehörigen und Freunden, es ist unser Zeichen dafür, dass wir in Deutschland so etwas nicht dulden, dass wir geschlossen gegen Rassismus, Intoleranz und Extremis- mus stehen. Ich bin mir sicher, dass ich im Schleswig-Holsteinischen Landtag alle Abge- ordneten mit diesem Anliegen hinter mir weiß.“