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12.03.12 , 15:32 Uhr
B 90/Grüne

Anke Erdmann und Ines Strehlau zur Bertelsmann-Studie "Chancenspiegel"

Presseinformation

Landtagsfraktion Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel
Telefon: 0431 / 988 - 1503 Fax: 0431 / 988 - 1501 Mobil: 0172 / 541 83 53 presse@gruene.ltsh.de www.sh.gruene-fraktion.de Augen auf und handeln Nr. 154.12 / 12.03.2012

Zur heute veröffentlichten Bertelsmann-Studie „Chancenspiegel“ sagen für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen:
Die bildungspolitische Sprecherin, Anke Erdmann: „Das Schulsystem in Schleswig-Holstein ist nicht gerecht. Es ist im Gegenteil unglaub- lich ungerecht, wenn die beste Vorbereitung auf’s Abi darin besteht, Eltern mit Studien- abschluss zu haben.
Das ist kein Randproblem, sondern die zentrale Herausforderung für die Bildungspolitik: nur ein gerechtes Bildungssystem ist auch ein leistungsfähiges. Und die Studie macht erneut deutlich: Eine gerechte Schule ist Grundlage für eine gerechte Gesellschaft.
Bis die Schule allen Jugendlichen gerecht wird, brauchen wir einen langen Atem. Daher dürfen wir die nächsten Schritte nicht weiter hinausschieben. Wir brauchen mehr Diffe- renzierungsstunden und nicht weniger. Wir brauchen eine Lehrerbildung, in der die in- dividuelle Förderung an zentraler Stelle steht. Wir brauchen mehr Oberstufen, auch an Gemeinschaftsschulen. Wir brauchen eine Kultur, die den Erfolg von Schule an den Chancen jedes einzelnen Jugendlichen misst. Und wir müssen genau hinschauen, wo Schülerinnen und Schüler durch das System benachteiligt werden.
Auf diesem Auge waren Sie bisher blind, Herr Klug. Es reicht nicht, die Gymnasien besser auszustatten und die Hochbegabtenförderung zum persönlichen Steckenpferd zu machen.
Anstatt jetzt Presseerklärungen zu schreiben, wer schuld ist an den fehlenden Chan- cen, brauchen wir konkretes Handeln.“

Seite 1 von 2 Ines Strehlau, Sprecherin für Berufliche Bildung, ergänzt:
„Wir können es uns weder als Gesellschaft noch als Wirtschaftsstandort leisten, jährlich tausende Schülerinnen und Schüler zu frustrieren, anstatt sie zu Meisterinnen und Meistern ihres Lebens zu machen.
Wir sehen die Ergebnisse der Bertelsmann-Studie als Bestätigung unserer Forderung, dass der Übergang von der Schule in den Beruf reformiert werden muss. Es darf kei- nen Schulabschluss mehr ohne direkten Anschluss geben - wir brauchen eine Ausbil- dung für alle Jugendlichen. Dafür haben wir ein Konzept erarbeitet und als Landtagsan- trag eingereicht.“
(Diesen finden Sie hier: http://www.landtag.ltsh.de/infothek/wahl17/drucks/2200/drucksache-17-2280.pdf)

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