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Burkhard Peters zu Kennzeichnungspflicht
Presseinformation Landtagsfraktion Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Telefon: 0431 / 988 - 1503 Fax: 0431 / 988 - 1501 Mobil: 0172 / 541 83 53 presse@gruene.ltsh.de www.sh.gruene-fraktion.de Nr. 320.12 / 27.06.2012Der Schutz von PolizistInnen schließt Kennzeichnung nicht ausZu der aktuellen Diskussion um die Kennzeichnungspflicht sagt der innenpolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Burkhard Peters:In den meisten europäischen Ländern gibt es eine Kennzeichnungspflicht, die Einführung ba- siert also mitnichten auf einem kruden Rechtsstaatverständnis. Wie aus einer Stellungnahme des Wissenschaftlichen Diensts des Deutschen Bundestag hervorgeht, konnte – anders als Wolfgang Kubicki vermutet – nicht festgestellt werden, dass die Kennzeichnung in den europäi- schen Ländern „zu einem Anstieg unberechtigter Anschuldigungen gegen Polizeibeamte oder gar zu persönlichen Übergriffen auf diese geführt hat.“Wie bei anderen Staatsbediensteten gibt es Möglichkeiten, die BeamtInnen zu schützen. Diese werden selbstverständlich wahrgenommen.Auch der Pressesprecher der Berliner Polizei bestätigte bei der Einführung, dass die Kenn- zeichnungspflicht ein Schritt hin zu noch mehr Service und Kundenfreundlichkeit und des Ge- dankens, dass alle BürgerInnen das Recht haben zu erfahren, welche Polizeibeamte gerade konkret in ihre Grundrecht eingreifen. Sogar das Berliner SEK, dass zur Kennzeichnung ver- pflichtet ist, spricht von „positiven Erfahrungen“.Vielleicht kann der der Menschenrechtsbeauftragte der Bundesregierung, Markus Löning, Kubi- cki nochmal ein modernes Rechtsstaatsverständnis erklären. Löning forderte 2010 bereits bei der Demonstration „Freiheit statt Angst“ eine Kennzeichnungspflicht für PolizistInnen. *** Seite 1 von 1