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Flemming Meyer zu TOP 19 - Ausbau des Schienennahverkehrs in Schleswig-Holstein
PresseinformationKiel, den 24. August 2012 Es gilt das gesprochene WortFlemming MeyerTOP 19 Ausbau des Schienennahverkehrs in Schleswig-Holstein Drs. 18/81Ob es die bessere Verbindung zur Metropolregion oder die regionale Vernetzung ist, esgibt in Schleswig-Holstein wichtige Verkehrsprojekte im Schienenpersonennahverkehrdie gelöst werden wollen – und das am besten sofort.Die Reduzierung des Individualverkehrs entlastet die Strassen, es bedeutet weniger Lärmund eine geringere Schadstoffbelastung für unsere Umwelt. In weiten Teil des Landeskönnen unsere Strassen den aufkommenden Berufsverkehr nicht mehr aufnehmen. Ausdiesen Gründen müssen wir versuchen den motorisierten Individualverkehr so weitmachbar auf den ÖPNV und SPNV umzulenken. Das macht man am besten damit, dassman attraktive Angebote vorhält, die wirklich eine Alternative zum eigenen PKWdarstellen.Die Koalition ist sich der Notwendigkeit bewusst, dass mehr für den SPNV getan werdenmuss. 2Unbestreitbar sind die drei im Antrag der Koalition genannten SPNV-Projekte von großerBedeutung für die die jeweilige Region.Das Projekt S4 zwischen Hamburg und Ahrensburg gehört zu den wichtigstenVerkehrsprojekten für den öffentlichen Personennahverkehr in der MetropolregionHamburg. Bereits seit Jahren existiert die Forderung nach einer attraktiven Verbindung,um den Individualverkehr im Hamburger Rand von der Straße auf die Schiene zu holen.Ein Ausbau dieser Strecke hätte zudem den Vorteil, dass dadurch eine Entlastung derbestehenden Bahnstrecke geschaffen würde, die dann für den Güterverkehr zwischenLübeck und Hamburg besser genutzt werden kann.Die Achse Kaltenkirchen-Hamburg hat ebenso ein großes Einzugsgebiet undFahrgastpotential, was derzeit nicht ausgeschöpft wird, weil die bestehendeBahnverbindung nach Hamburg keine Alternative für die Menschen darstellt. DerAusbau der S21 würde die Strecke konkurrenzfähig zur Strasse machen.Die StadtRegionalBahn ist ein Verkehrsprojekt der gesamten Region Kiel. Die Stadt Kielund die umliegenden Kreise und Kommunen sind die treibenden Kräfte dieses Projektes.Ziel ist die verkehrliche Anbindung der Regionen um Kiel an die Stadt Kiel. Dies soll durchdie übergreifende Kombination von ÖPNV und SPNV geschehen. Insgesamt bietet dasKonzept der StadtRegionalBahn eine gute Lösung für die Region, die mit demherkömmlichen ÖPNV und SPNV derzeit nicht ausreichend bedient wird. Aber auch fürden innerstädtischen öffentlichen Personennahverkehr wäre die StadtRegionalBahn einedeutliche Verbesserung gegenüber dem Status quo.Es gibt für alle drei Projekte gute Gründe warum die jeweilige Strecke auszubauen ist.Aus diesem Grund werden wir hier nicht den Strecken-Contest ausrufen und unnötigeine Konkurrenzsituation schaffen, bei der einer Versucht den anderen zu überbieten. 3Für alle drei Strecken gilt, dass sie mehr oder weniger noch Hausaufgaben zu machenhaben. Wobei ich jedoch konstatiere, dass die S4 bereits am weitesten durchgeplant istund sozusagen baureif ist - im Gegensatz zur S21. Für die Stadt-Regional-Bahn gilt, dasssich die kommunale Ebene zur Zeit nicht einig ist. Dies ist jedoch dieGrundvoraussetzung für die SRB. Eine finanzielle Beteiligung des Landes gibt es nur imRahmen bestehender Förderrichtlinien. Es ist nicht die Aufgabe des Landes, sich an einerPlanungsgesellschaft für den Bau der SRB zu beteiligen oder sich anderweitig an dasProjekt zu binden.Ich habe auf die Bedeutung der jeweiligen Projekte für die Regionen hingewiesen. Ausdiesem Grund bitten wir die Landesregierung sich gleichermaßen für alle drei Projektebeim Bund einzusetzen.