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Rasmus Andresen zur Lehrerausbildung
Presseinformation Landtagsfraktion Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Es gilt das gesprochene Wort! Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 TOP 25 + 39 - Lehrerbildung 24105 Kiel Telefon: 0431 / 988 - 1503 Dazu sagt der hochschulpolitische Sprecher Fax: 0431 / 988 - 1501 der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Mobil: 0172 / 541 83 53 presse@gruene.ltsh.de Rasmus Andresen: www.sh.gruene-fraktion.de Nr. 534.12 / 12.12.2012Beide Hochschulen werden gestärktDie AkteurInnen in den Lehramtsstudiengängen in Schleswig-Holstein sind jahrelang al- lein gelassen wurden. Statt gemeinsam langfristige Konzepte zu entwickeln, geschah immer nur das Nötigste.Unser Ziel ist es, die positiven Ansätze, die es an den lehrerbildenden Hochschulen gibt, aufzugreifen und sie in ein modernes und zukunftsfähiges Lehramtsbildungsgesetz zu gießen.Wir nehmen bildungswissenschaftliche Studien wie die von Prof. Schulmeister ernst. Zusammenhänge erklären, statt Faktenwissen pauken, soziale Kompetenz und Team- fähigkeit beweisen, darauf kommt es an. Die Vielfalt im Klassenzimmer ist größer ge- worden und Didaktik spielt eine immer größere Rolle.Auch und gerade die Gymnasien müssen sich auf die Veränderungen in der Bildungs- landschaft einstellen. Auch wenn einige einen anderen Eindruck vermitteln: Wir haben nicht mehr die Bildungslandschaft der 60er Jahre. Es ist nur folgerichtig, wenn die Leh- rerbildung sich weiter entwickelt. Bei uns stehen die SchülerInnen wieder im Mittelpunkt und nicht überholte Denkmuster.Als Koalition möchten wir mehr Jugendlichen die Chance geben BildungsaufsteigerIn- nen zu werden. Deshalb wollen wir die Gemeinschaftsschulen stärken und mehr Ober- stufen schaffen. Und zu einer pluraleren Sekundarstufe gehört ein Lehramt, das diese Herausforderungen aufgreift. Seite 1 von 2 Die Universitäten in Flensburg und Kiel bilden mit ihren unterschiedlichen Profilen wich- tige Säulen in der Lehrerbildung. Sie ergänzen sich.An der Christian-Albrechts-Universität Kiel beginnt gerade die Modernisierung der Leh- rerbildung. Die CAU wird durch die anstehenden Reformen nicht verlieren. ProfessorIn- nen werden nicht ihre Arbeitsplätze nach Flensburg verlagern, aber sie werden sich an Veränderungen gewöhnen müssen. Der Schwerpunkt in der Sekundarstufe II bleibt a- ber in Kiel.Gleichzeitig wollen wir die Mobilität und Durchlässigkeit zwischen Kiel und Flensburg stärken. Es kann doch nicht sein, dass es an einzelnen ProfessorInnen liegt, ob einzel- ne Module anerkannt werden oder nicht.Die Universität Flensburg wird eine Sekundarstufe II-Anbindung mit dem Schwerpunkt Gemeinschaftsschule bekommen. Gleichzeitig wäre es eine Option, die Universität im Bereich der Berufsschule zu stärken.Lassen Sie es mich hier noch mal deutlich sagen: Nichts von dem, was die Uni in den letzten Jahren an zukunftsfähigen Modellen entwickelt hat, wird jetzt zerschlagen. Im Gegenteil, wir gehen drüber hinaus.Aber auch im Bereich der 2. Phase der Lehramtsausbildung und der Bildungsforschung muss es zu Reformen und Bündelungen kommen. Auch in diesen Bereichen wollen wir die Hochschulen stärken. Denn Lehramt ist mehr als nur Ausbildung, wir wollen Schleswig-Holstein auch in der Bildungsforschung weiterentwickeln. Die Flensburger Bildungswissenschaften und das IPN in Kiel bieten dafür spannende Ansätze.Es werden sich also beide Hochschulen bewegen müssen. Wir freuen uns, als Koalition im Dialog unsere Zielvorstellungen mit den Hochschulen in diesem spannenden Pro- zess zu entwickeln.Gut wäre es, wenn Sie, meine KollegInnen von der Opposition, dies konstruktiv beglei- ten würden. Es ist doch sehr auffällig, dass Sie bisher weder in Regierungs- noch Op- positionszeiten viel Konzeptionelles eigenständig vorgelegt haben. Anstatt ständig be- leidigt in der Ecke zu stehen, sollten Sie, liebe Oppositionsfraktionen, lieber konstruktiv an Zukunftsmodellen mitarbeiten. Die Hochschulen würden es Ihnen danken. *** 2