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21.03.13 , 12:08 Uhr
B 90/Grüne

Rasmus Andresen zur Lehramtausbildung

Presseinformation

Es gilt das gesprochene Wort! Landtagsfraktion Schleswig-Holstein TOP 20 – Zukunft der Lehramtsausbildung Pressesprecherin Claudia Jacob Dazu sagt der hochschulpolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Rasmus Andresen: Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel
Telefon: 0431 / 988 - 1503 Fax: 0431 / 988 - 1501 Mobil: 0172 / 541 83 53
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Nr. 125.13 / 21.03.2013



Der Dialog muss weitergehen
Egal, mit wem man im Land spricht, der Konsens darüber, dass sich beim Lehramt et- was ändern muss ist groß. Und genau deshalb arbeiten wir mit den Hochschulen und vielen anderen an einer Neuaufstellung des Lehramts.
Auch die vielen unterschiedlichen AkteurInnen an den vier lehrerbildenden Hochschu- len verweigern sich nicht Reformen. Im Gegenteil. An den beiden großen lehrerbilden- den Hochschulen, der Flensburger Universität und der Christian Albrechts Universität, wird an Reformen gearbeitet.
Wir wollen die positiven Ansätze an unseren lehrerbildenden Hochschulen aufgreifen und Sie in ein LehrerInnenbildungsgesetz gießen. In den Bildungswissenschaften, wie zum Beispiel in Studien von Prof. Schulmeister aus Hamburg, ist schon längst Kon- sens, was in der Politik noch umstritten ist.
Wir wollen Schlüsselqualifikationen wie soziale Kompetenz, Teamfähigkeit und Kontex- tualisierung in den Mittelpunkt der Bildungspolitik rücken. Dazu gehört u.a. auch einen stärkeren Praxisbezug im Lehramt zu verankern. Unabhängig von der Schulform spielt Vielfalt im Klassenzimmer eine immer größere Rolle. Unser Ziel, die Bildungslandschaft durchlässiger zu gestalten, bedeutet auch, dass GymnasiallehrerInnen eine andere Rolle haben werden als sie es vielleicht vor 20 Jahren noch hatten.
Wir haben eben nicht mehr die Bildungslandschaft der 60er Jahre, auch wenn es Frak- tionen hier im Haus gibt, die Sie gerne konservieren möchten. Unsere Hochschulen sind weiter, als die Opposition. Da wir vor allem immer über die Universität Flensburg diskutieren, möchte ich mal mit der Christian-Albrechts-Universität beginnen. Auch dort gibt es Bewegung. Wir Grüne begrüßen, dass sich unter Federführung von Vizepräsi- dent Prof. Kempken, die Universität auf den Weg macht, gerade den Bereich der Di- Seite 1 von 2 daktik und der Praxisphasen deutlich zu stärken. Dieser Schritt kommt unseren Vorstel- lungen sehr entgegen. Wir werden die Christian-Albrechts-Universität dabei unterstüt- zen.
Die von Ihnen angegriffene Einigung mit der Universität Flensburg denkt die LehrerIn- nenbildung neu und gibt der Universität die notwendige Rückendeckung. Fachwissenschaften und Didaktik werden nicht wie früher gegeneinander ausgespielt, sondern miteinander neu verbunden.
Die Einigung zum Lehramt ist ein gutes Beispiel dafür, dass die neue Dialogkultur zu guten Ergebnissen führen kann. Und alles was vorher an Gerüchten im Raum war, be- wahrheitete sich nicht. Flensburg behält bis zur Sek.II alle angebotenen Fächer. Dar- über wird Flensburg in Kernfächern, wie zum Beispiel Sprachen oder Gemeinschafts- kunde auch Sek. II, ausbilden. Das stärkt unseren Flensburger Hochschulcampus mas- siv und bildungspolitisch ist dieser Schritt sehr vernünftig.
Ich war in den letzten Wochen zu sehr vielen Gesprächen an der Universität Flensburg. Mit dem Präsidium, den Studierenden, den ProfessorInnen aus lehramtsbildenden Stu- diengängen und mit dem Mittelbau. All diese unterschiedlichen Statusgruppen sind be- reit dazu, den nächsten Schritt in der Neuaufstellung des Lehramts zu gehen. Und ge- meinsam mit denen allen wollen wir diesen Weg des Dialogs weitergehen. Ein Lehr- amtsbildungsgesetz wird nur gemeinsam mit den AkteurInnen zum Erfolg geführt.
Und von der Opposition erwarten wir, dass Sie nicht nur muksch in der Ecke sitzen, sondern, dass Sie endlich mal eigene Ideen einbringen. Bisher ist mir völlig schleier- haft, was ihre Position im Lehramt ist. Doch zum Lehramt gehören mehr als strukturelle Fragen. Wir müssen auch diskutieren, wie wir noch stärker Bildungswissenschaften beispielsweise an der Universität Flensburg etablieren und wie wir mehr Mobilität zwi- schen den Standorten hinbekommen.
Es bleibt festzustellen: Nach einem etwas – zugegeben – holprigen Start läuft das ge- meinsame Arbeiten mit den Hochschulen gut. Nachdem sehr gute Eckpunkte verein- bart wurden, freue ich mich auf die konkrete Gesetzesarbeit.
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