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Lars Harms zu TOP 18+25+56 - Anträge und Bericht zur Erhöhung des Garantievolumens und zur aktuellen Lage der HSH Nordbank sowie zum Wertpapierankauf des HSH Finanzfonds
Presseinformation Kiel, den 25. April 2013Es gilt das gesprochene WortLars HarmsTOP 18+25+56 Anträge und Bericht zur Erhöhung des Garantievolumens und zur aktuellen Lage der HSH Nordbank sowie zum Wertpapierankauf des HSH FInanzfonds Drs. 18/654, 18/726, 18/655Vielen Dank an die Ministerin für ihren Bericht, der einiges klar gestellthat. Wir können sicher alle hier im Haus bestätigen, dass sich die HSH seitlangen mit zwei massiven Schwierigkeiten befassen muss. Zum einen ihreVergangenheit und zum anderen ihr Geschäft mit der Schifffahrt –welches sich in einer schier endlos erscheinenden Krise befindet. DasGeschäft mit der Schifffahrt ist sehr vielfältig und hat sich durchverschiedene Faktoren in den letzten Jahren sehr zum Nachteil der Bankerwiesen. Mittlerweile kann man sagen, dass die Krise im Bereich der 2Schifffahrt ein historisches Ausmaß annimmt. Eine Verbesserung der Lagelässt sich derzeit nicht feststellen.Fest stellen lässt sich jedoch, dass es nicht um eine Zukunftsbewertung inBezug auf die HSH Nordbank unsererseits, oder von wem auch immergeht. Es geht um das hier und jetzt und um die Frage, was wir denn ebengerade jetzt für die HSH tun können? Im Übrigen stellte sich diese Frageauch schon einmal 2009. Damals schlugen wir vor, auch den Bund mit insBoot zu nehmen. Leider gab es hierfür keine Mehrheit, sonst hätten wirwomöglich heute einen starken Partner an unserer Seite. Aber sei´s drum,diesen Fehler können wir nicht mehr ändern, genauso wie den Fehler derBank, seinerzeit Bürgschaften in Höhe von 3 Milliarden Euro zurück zugeben nicht mehr ändern können. Die Bürgschaftserhöhung ist jetzt derrichtige Weg, die Bank in ihrem Bestreben für ein beständigeresKernkapital mittelfristig zu unterstützen. Und deshalb sollten wir es auchtun.Der richtige Weg zeichnet sich auch durch eine Landesregierung aus, dieden Prozess des Entscheidungsfindens frühzeitig offenlegt und die mitHilfe von Transparenz alle Alternativen offen darstellt. Transparenz heißteben auch, dass Inhalte über interne Gremien hinaus getragen werdenund dass der Weg des Entscheidungsfindens ins Plenum getragen wird 3und somit auch die Bürgerinnen und Bürger in Hamburg und Schleswig-Holstein erreicht. Hier möchte ich die Gelegenheit nochmal nutzen, umdarauf hinzuweisen, dass heute eine Telefon-Fragestunde für Bürgerinnenund Bürger stattfindet. Die Ministerin und ihr Team haben sich eindeutigzur Transparenz bekannt. Den Worten sind auch Taten gefolgt. Und dasunterscheidet unsere Finanzministerin vom vorigen Finanzminister, dernichts anderes als vollendete Tatsachen präsentieren konnte.Eine Erhöhung des Garantievolumens wurde akribisch geprüft – und daserwarte ich von jeder Landesregierung. Die Vorgehensweise hat sich alsrichtig erwiesen. Im Abwägungsprozess wurde zwar nach dem weißenRitter Ausschau gehalten, doch dieser hat sich nicht als Retter erwiesen.Das Heranziehen von privaten Investoren ist für die Bank und ihreAnteilseigner wirtschaftlich nicht von Vorteil, sondern würde sie viel Geldkosten. Vorschläge sind in einem transparenten Verfahren wichtig, jedochmüssen diese auch realistisch sein. Mit aus der Luft gegriffenen Aussagenoder Behauptungen ist niemanden geholfen.Die Erhöhung der Garantiesumme hat sich in diesem Fall als realistischerwiesen und würde der Bank zu einer besseren Kernkapitalquoteverhelfen. Eine Entspannung der Situation stärkt die Bank nicht nur nachinnen, sondern auch nach außen. Dies kann sich somit auch positiv auf das 4Rating der Bank auswirken und die Refinanzierungsmöglichkeiten derBank verbessern. Und das ist Voraussetzung dafür, dass die Bank sichpositiv entwickeln kann.Die Garantieerhöhung ist natürlich kein Allheilmittel; der Weg ist hier alsonoch nicht zu Ende. Entscheidend ist hier, dass fraktionsübergreifend einWeg beschritten wird, der für die breite Mehrheit tragbar ist. Das solltedas Ziel für uns alle hier im Hause sein, denn schließlich geht es hier umunser Landesvermögen. Wir würden uns also freuen, wenn sich auchandere unserem Vorhaben anschließen und gemeinsam ein Zeichen fürdie HSH Nordbank setzen.