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Marlies Fritzen zum Landesjagdverband und der Forderung, den Wolf in das Jagdrecht aufzunehmen
Presseinformation Landtagsfraktion Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Telefon: 0431 / 988 - 1503 Fax: 0431 / 988 - 1501 Mobil: 0172 / 541 83 53 presse@gruene.ltsh.de www.sh.gruene-fraktion.de Nr. 178.13 / 29.04.2013Landesjagdverband soll Artenschutz aktiv unterstützenZu den Äußerungen des ehemaligen Ministerpräsidenten Peter Harry Carstensen auf dem Landesjägertag in Rendsburg sagt die umweltpolitische Sprecherin der Landtags- fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Marlies Fritzen:Der Landesjagdverband ist Mitglied im Landesnaturschutzverband und anerkannter Na- turschutzverband. Als solchem stünde es ihm gut zu Gesicht, aktive Unterstützung für den Artenschutz in Wald und Feld zu leisten, unabhängig davon, ob eine geschützte Art dem Jagdrecht unterliegt oder nicht.Dies tun auch viele JägerInnen. Die elf zu WolfsbetreuerInnen geschulten JägerInnen sind ein gutes Beispiel dafür.Eine Übernahme des Wolfes ins Jagdrecht ist vollkommen unsinnig. Der Abschuss ei- nes Wolfes ist verboten und bleibt verboten. Der Jagdverband führt hier eine ideologi- sche Scheindebatte. Das Naturschutzrecht gilt unabhängig vom Jagdrecht unmittelbar für die Jägerschaft. Es gibt kein einziges Argument dafür, dass eine Übernahme von bedrohten Arten in das Jagdrecht für die Arten etwas zum Besseren wenden könnte.Völlig absurd ist auch, dass der Landesjagdverband einen Zusammenhang zwischen dem dramatischen Rückgang der Bekassine und der Herausnahme dieser Art aus dem Jagdrecht vor 40 Jahren herstellen will. Die Bekassine, Vogel des Jahres 2013, ist eine bundesweit vom Aussterben bedrohte Wiesenvogelart, deren Rückgang in erster Linie auf den Schwund ihres Lebensraumes zurückzuführen ist. Wer etwas für die Bekassine tun möchte, muss sich für den Schutz von Feuchtgrünland und Mooren stark machen. Viele JägerInnen sind gleichzeitig auch engagierte NaturschützerInnen und setzen sich genau dafür ein. Seite 1 von 2 Das gleiche gilt auch für die Frage der bleifreien Büchsenmunition. Die gebetsmühlen- artigen Bedenken, die von den Verbandsoberen immer wieder vorgetragen werden, tei- len viele Mitglieder nicht. Sie sind bereit zum Umdenken und nutzen bereits heute schon vielfach bleifreie Munition. *** 2