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Lars Harms zu TOP 6 - Entwurf eines Gesetzes zur Neuordnung des Glücksspiels
Presseinformation Kiel, den 29. Mai 2013Es gilt das gesprochene WortLars HarmsTOP 6 Entwurf eines Gesetzes zur Neuordnung des Glücksspiels Drs. 18/508 (neu), 18/856Ich bin froh, dass es uns allen im Haus hier gelungen ist, uns einstimmig auf die zusätzlicheFörderung der Friesen und der Feuerwehren zu einigen. Das heißt jedoch nicht, dass es inZukunft Mittel für die Suchtarbeit, ihre Prävention sowie der Insolvenzberatung eingeschränktwerden. Das war für uns vom SSW immer ein ganz entscheidender Faktor, denn schließlichgeht es hier um die Einnahmen von Onlineglücksspiel. Fest steht, dass der größte Teil derEinnahmen den sozialen Rubriken zu Gute kommen wird. Da unser Anforderungskriteriumgewährleistet ist, können wir mit diesem Ergebnis gut Leben. Zur Situation der Feuerwehrenim Land wurde ja nun schon einiges gesagt. Der Landesfeuerwehrverband Schleswig Holsteinhat die Sachlage und die damit verbundenen Schwierigkeiten des Verbands ausführlichbeschrieben und klar gemacht, wofür das Geld genutzt werden soll. Konkret geht es dabei umImagekampagnen und langfristige, professionelle Öffentlichkeitsarbeit. Vom Verband wurdefür diese Aufgabe ein jährlicher Betrag von 300.000 Euro genannt. Nun muss man dazu abersagen, sich in diesem Fall nicht alle Wünsche des Landesfeuerwehrverbands aus dieserFörderung realisieren lässt. Wie Minister Breitner schon sagte, handelt es sich hierbei nicht umeinen Topf, aus dem Milch und Honig für die Feuerwehren fließen. Jedoch ist die hier 2geschaffene Hilfe ein durchaus guter Ansatz, Dinge anzuschieben. Dabei ist der Weg für dieFeuerwehren in unserem Land hier noch nicht zu Ende. Die Freiwillige Feuerwehr muss sichnun Gedanken machen, welche Projekte sie mit diesen begrenzten Mitteln realisieren kann.Wir müssten uns dafür für die Zeit nach 2015 ebenfalls Gedanken machen, nämlich wie es dannfür die Freiwilligen Feuerwehren weitergehen könnte.Was vielleicht nicht jedem hier im Hause bewusst ist, ist, dass sich auch die Friesen um ihrenNachwuchs kümmern müssen. Das geht am besten in Form von Projektarbeit, die ältere undjüngere Friesen gleichermaßen miteinbezieht. Dazu brauchen die jeweiligen Vereine dasnötige Geld.Aber gerade Kleinstprojekte fallen oft nicht unter die gängigen Förderrichtlinie. Hier hilft oftdie Friesenstiftung.Mit der Neuordnung des Glücksspielgesetzes werden wir nun die Rahmenbedingungen dieserStiftung verbessern, sodass Sprach- Kultur- und Jugendarbeit für die friesische Volksgruppeeffektvoller möglich werden kann. Für den befristeten Zeitraum, sprich in den kommendenzwei Jahren, werden wir den Grundstock der Friesenstiftung mit je 5 % der Glücksspielmittelerhöhen. Der Betrag beläuft sich auf voraussichtlich 50.000 Euro pro Jahr. Heraus kommendann die Zinsen, von denen wiederum die Projektarbeit profitieren kann. Denn oftmals reichenschon ein paar Tausend Euro aus, um ein kleines Kulturprojekt im Sinne der Friesen auf dieBeine zu stellen. Und selbst diese Miniprojekte sind von größter Bedeutung für meineLandsleute, denn Nachhaltigkeit funktioniert nicht ohne Jugendarbeit. Deswegen zählt hierjeder ausgegebene Euro. Alles in allem ist die Lösung ein guter Ansatzpunkt für die Arbeit derFriesen und für die Feuerwehren in unserem Land. Die Küstenkoalition hat einmal mehrbewiesen, dass nachhaltige Minderheitenpolitik nicht nur in ganz bestimmten Bereichenangegangen wird, sondern in allen Lebensbereichen mitgedacht wird. Die Minderheitenpolitikhat in Schleswig-Holstein endlich wieder einen Stellenwert erlangt, der ihr auch zusteht. Und 3darüber hinaus leisten wir einen wichtigen Beitrag zur Nachwuchsförderung für dieFeuerwehren.