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Flemming Meyer: schön, mal darüber geredet zu haben
Presseinformation Kiel, den 23.08.2013Es gilt das gesprochene WortFlemming Meyer TOP 31 Kein Veggie-Day in öffentlichen Kantinen Drs. 18/1046Die Art und Weise, wie diese Debatte über einen fleischlosen Tag in öffentlichen Kantinen hierauf Landesebene zustande kam, ist schon etwas merkwürdig: Da machen die Grünen im Bundeinen medienwirksamen Vorstoß und die FDP hier im Land entscheidet sich prompt dafür, eineArt Gegenantrag einzubringen. Natürlich zeigt sich dann im weiteren Verlauf, dass dieDiskussion über einen Veggie-Day absolut unverzichtbar ist. Schließlich ist ja in wenigenWochen Bundestagswahl. Ich danke der FDP also für diesen Antrag. Denn unterm Strichwerden wir uns sicher darauf einigen, dass es schön war, mal darüber geredet zu haben. Mehraber auch nicht.Um es hier kurz klarzustellen: Auch der SSW ist gegen Vorschriften und Verordnungswegewenn es um das Essverhalten der Bürgerinnen und Bürger geht. Doch grundsätzlich ist mitdem Fleischkonsum der westlichen Welt natürlich ein sehr wichtiges und kritisches Themaangesprochen. Schade eigentlich, dass es hier für billige Wahlkampfzwecke „verbraten“ wird.Ob der Versuch der FDP, diese Sau durch den Plenarsaal zu treiben, von Erfolg gekrönt ist, wirdsich ja schon sehr bald zeigen. Dagegen ist schon heute klar, dass sie der Sache selbst keinenDienst erwiesen haben. 2Losgelöst von jedem taktischen Geplänkel ist mir ein Punkt besonders wichtig: Derursprüngliche Ansatz der Grünen setzt beim Endverbraucher an. Sein Verhalten soll durch eineForm der Bevormundung zum vermeintlich Besseren verändert werden. Diesen Weg lehnt derSSW ausdrücklich ab. Natürlich sind der Fleischkonsum und die hiermit verbundene Problemekritisch zu hinterfragen. In das Essverhalten der Menschen in öffentlichen Kantineneinzugreifen, wird hier allerdings nicht reichen. Um hier wirklich etwas zu ändern müssen ganzandere Schritte unternommen werden.Um es kurz zu machen: Wir wären nicht traurig gewesen, wenn die FDP auf diesen Antragverzichtet hätte. Auch wir lehnen beschränkende Vorgaben für das Speiseangebot inöffentlichen Kantinen ab. Stattdessen bitten wir die Landesregierung, sich gemeinsam mit derregionalen Ernährungswirtschaft für mindestens ein vegetarisches Gericht auf denSpeisekarten einzusetzen. Darüber hinaus sollen in Schul- und Universitätsmensen undöffentlichen Kantinen nach Möglichkeit regionale und saisonale Bioprodukte zum Einsatzkommen. Ich hoffe, dass wir uns hier einig werden können. Ach und bevor ich es vergesse: Ichfreue mich natürlich, dass wir mal darüber geredet haben!