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Lars Harms: Wir wollenMenschen mit Migrationshintergrund ins Team der Landespolizei holen
Presseinformation Kiel, den 26. September 2013Es gilt das gesprochene WortLars HarmsTOP 37 Attraktivität der Landespolizei erhalten Drs. 18/1148 „Wir wollen Menschen mit Migrationshintergrund ins Team der Landespolizei holen“Wir wollen erhalten, was schon da ist, nämlich eine attraktive Landespolizei. Natürlichist da auch noch jede Menge Luft nach oben. Doch erst mal können wir feststellen, dassder Polizeiberuf nicht uninteressant ist. Die Vorteile der Alterssicherung sind nicht vonder Hand zu weisen. Der Beruf bietet nicht nur ein hohes Ansehen, sondern auch einhohes Maß an beruflicher Sicherheit. Diese Tatsache kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass die Landespolizei es mit einer hohen Arbeitsbelastung zu tun hat. DieseBelastung muss runter gefahren werden. Die kooperativen Regionalleitstellen sowieder Zusammenschluss von der Direktion in Husum und Flensburg, weisen den richtigenWeg auf. Die Strukturveränderung tut dem nördlichen Landesteil gut. Wir müssen bei 2allen Reformbemühungen immer im Auge haben, dass die Polizei flächendeckend rundum die Uhr vertreten sein kann. Hier müssen deshalb regionale Konzepte immerwieder aufs Neue erarbeitet und überarbeitet werden. Natürlich geht es bei derNeugestaltung auch um den finanziellen Aspekt. In Zukunft müssen wir uns Gedankendarüber machen, ob wir die Sicherung von Schwertransporten, Veranstaltungen oderSportereignissen weiterhin übernehmen können, oder ob diese Aufgabe an privateUnternehmen übergeben werden kann. Insbesondere die Beteiligung an denSchwertransporten, bindet hier im Norden enorme Kräfte.Fakt ist, dass das Innenministerium tatkräftig an einem neuen Konzept arbeitet,welches die Landespolizei in ihrer Attraktivität nach innen stärken soll. Einevernünftige Ausstattung ist da logischerweise die absolute Grundlage für eine solche„Attraktivität nach innen“. Dabei dürfen wir die Attraktivität nach außen nicht zu kurzkommen lassen. Dass die Nachwuchsförderung wichtig ist, ist klar. Die Frage nach dem„ob“ stellt sich nicht, vielmehr geht es um das „Wie“. Hier muss strategischvorgegangen werden, und das lieber heute als morgen. Zuerst müssen wir aber dieAusbildungsmöglichkeiten in Eutin verbessern. Es kann nicht sein, dass unsere jungenPolizeianwärter dort keine vernünftige Einsatztrainingshalle haben. Auch über eineErrichtung eines Aula- und Schulungsgebäude sollte man sich einmal Gedankenmachen. Zu einer guten Ausbildungsstätte gehört eben eine ordentliche Infrastrukturdazu. Ohne sie geht gar nichts. Deswegen sollten wir dieses Thema noch einmal genauunter die Lupe nehmen.Danach gilt es, ein vernünftiges modernes und vor allem werbendes Konzeptauszuarbeiten. Das Konzept muss die Zielgruppen erreichen, die wir in der 3Vergangenheit nicht oder zu wenig angesprochen haben. Wir müssen ganz konkretdiejenigen erreichen, die wir letztendlich vermehrt als Polizisten und Polizistinnensehen wollen. Wir wollen mehr Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund insTeam der Landespolizei holen. Ein Konzept muss her, wie genau diese Gruppe gezieltangesprochen werden können. Darüber hinaus müssen wir die Auswahlkriterieneinmal genau unter die Lupe nehmen. Für uns als SSW ist Zwei- und Mehrsprachigkeitein ganz klarer Mehrwert. Die Bürger sollen auch von der Polizei in ihrer Spracheangesprochen werden können, egal ob es sich um eine hier beheimatete Sprachehandelt oder ob es um die Sprache der Einwanderer geht. Deswegen sollten wir es, ausSicht des SSW, auch höher anrechnen, wenn ein Bewerber Russisch, Türkisch,Schwedisch oder eine Regional- und Minderheitensprache spricht. Wir brauchen eineLandespolizei, die unsere Vielfalt in Schleswig-Holstein auch wiederspiegelt. Und dassollte nicht nur das Ziel für Schleswig-Holstein sein, sondern dies sollte einbundesweites Anliegen sein.Der Antrag unserer rot-grün-blauen Koalition bietet dafür die richtigen Rahmen – füreine moderne, vielfältige und attraktive Landespolizei.