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Marret Bohn zur Attraktivität von Pflegeberufen
Presseinformation Landtagsfraktion Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Es gilt das gesprochene Wort! Telefon: 0431 / 988 - 1503 TOP 26 – Attraktivität für Pflegeberufe Fax: 0431 / 988 - 1501 Mobil: 0172 / 541 83 53Dazu sagt die gesundheitspolitische Sprecherin presse@gruene.ltsh.de der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, www.sh.gruene-fraktion.de Nr. 475.13 / 12.12.2013 Marret Bohn:Diese Koalition ist in Sachen Pflege am Ball In der Pflege tut sich was. Jedenfalls in Schleswig-Holstein. Auf Bundesebene sieht das anders aus. Die schwarzgelbe Koalition hat es nicht geschafft, die mehr als überfällige Reform der Pfle- geversicherung auf den Weg zu bringen. Das ist ein Armutszeugnis. In Schleswig-Holstein ist die Situation eine andere. Hier tut sich was in der Pflege. Koaliti- onsfraktionen und Landesregierung ziehen an einem Strang. Das fängt beim Koalitionsver- trag an und hört beim Regierungshandeln nicht auf. Die CDU versucht mit ihrem Antrag den Eindruck zu erwecken, bei der Pflege würde nicht genug passieren. Das ist falsch, jeden- falls für Schleswig-Holstein. Und warum das falsch ist, erkläre ich ihnen jetzt. In dieser Legislaturperiode hat sich der Landtag intensiv mit der Pflege befasst. Diese Koa- lition hat eine positive Pflegebilanz vorzuweisen: Ausbildungsplätze, Demenzplan, Pflege- kammer, Pflegestudium. Im Jahr 2012 hat der Landtag im März, im April, im September und im Dezember über die Pflege debattiert. In diesem Jahr haben wir im Februar den Demenzplan auf den Weg ge- bracht. Wir haben uns im März und im November intensiv mit einer angemessenen Pflege- dokumentation auseinander gesetzt. Und im Juni haben wir den Startschuss für die Pflege- kammer gegeben. Das ist deutlich mehr als nichts. Um den steigenden Bedarf an Pflegefachkräften gerecht zu werden, haben wir 2013 die landesgeförderten Ausbildungsplätze in der Altenpflege auf 1.400 erhöht. 2014 werden wir Seite 1 von 2 weitere 200 Plätze finanzieren. Aktuell werden die Möglichkeiten eines dualen Pflegstudi- ums in Schleswig-Holstein geprüft. Ich bin zuversichtlich, dass wir auch in dieser Frage ein positives Signal bekommen werden. Diese Koalition ist in Sachen Pflege am Ball. Fehlpässe der Opposition beeindrucken uns nicht. Die Pflege ist in Schleswig-Holstein mit dem Regierungsbündnis aus SPD, SSW und Grü- nen auf einem guten Weg. Sie ist noch nicht ganz da angekommen, wo sie hingehört – in die Mitte der Gesellschaft – aber wir bleiben dran. Zukünftige Schwerpunkte werden die kultursensible Pflege, die Er- höhung des Anteils an MigrantInnen in der Pflege und eine Attraktivitätssteigerung des Pflegeberufes für Männer sein. Alleine können die Länder beim Thema Pflege aber nicht gewinnen. Entscheidend ist auch, was auf Bundesebene passiert. Und das war bisher wenig. Niemand zweifelt daran, dass eine Grundsatzreform der Pflegeversicherung überfällig ist. Und eins ist mir persönlich besonders wichtig: Wir brauchen eine neue Definition von Pflegebedürftigkeit. Menschenwürdige Pflege, passgenaue Leistungen, eine bessere Berücksichtigung von Demenz, das geht – auch ohne drastische Beitragserhöhungen. Ich wiederhole noch einmal: 400 Ausbildungsplätze in der Pflege, die vom Land gefördert werden. Der Demenzplan. Das Pflegestudium. Die Pflegekammer. Rot-Grün-Blau ist am Ball beim Thema Pflege und wird es auch bleiben.Wir werden daher ihren Antrag ablehnen und unserem zustimmen. *** 2