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Lars Harms: Digitalfunk ist die Zukunft
Presseinformation Kiel, den 22. Januar 2014Es gilt das gesprochene WortLars HarmsTOP 43 Bericht der Landesregierung zur Entwicklung des Digitalfunks Drs. 18/1378 & 18/1433 „Digitalfunk ist die Zukunft“Die analogen Funknetze basieren auf einer uralten Technik, die zuletzt im Rahmen desSchengen-Abkommens modernisiert wurden. Das Analogfunksystem ist nicht nurveraltet, sondern auch störanfällig. Hersteller rüsten deshalb um. Produktion undWeiterentwicklung finden quasi beim Analogfunk nicht mehr statt. Daher wird eszunehmend schwieriger das Analogsystem überhaupt noch instand halten zu können.Das Analogsystem ist ein echtes Auslaufmodell.Viele Jahre hat es gedauert. Jetzt endlich steht es, das digitale Funknetz. Nach demSaarland und Mecklenburg-Vorpommern ist Schleswig-Holstein das dritteFlächenbundesland, das ein Digitalfunknetz auf die Beine gestellt hat. Zusammen mitHamburg, Bremen sowie dem nördlichen Teil von Niedersachsen ist der Norden 2insgesamt gut abgedeckt. Andere werden von unseren Erfahrungen lernen, den gutenwie auch den weniger guten.Die Vorteile des Digitalfunks sind nicht von der Hand zu weisen. Der Digitalfunkermöglicht fortan, dass die Teilnehmer eines Funkgesprächs begrenzt werden können.Zudem können verschiedene Teilnehmergruppen, falls nötig, ein gemeinsamesFunkgespräch aufnehmen. Von einem digitalen Funkgerät kann man nun auch einGespräch im öffentlichen Telefonnetz führen. Des Weiteren sind die Funkkanäle nurdann besetzt, wenn diese auch tatsächlich genutzt werden. Auch das ist neu. Und dannwäre da noch die Notruftaste, welche automatisch die Verbindung zur Leitstelleherstellen kann, und der GPS- Empfänger, mit dem die geographische Positionermittelt werden kann. All dies ist mit analogen Geräten nicht möglich.Dass so ein Mammutprojekt nicht wie aus dem Ei gepellt daher kommt, leuchtet ein.Schließlich handelt es sich um das größte technische Modernisierungsvorhaben derBundesregierung. Wir sollten die Probleme also nicht größer machen, als sie sind.Insgesamt klappt die Arbeit mit dem Digitalfunk gut. Während des Wacken-Open-Air-Festivals sowie auch während der zwei letzten großen Stürme hier im Norden, hat sichdas System grundsätzlich bewährt. Doch es gibt auch regionale Ausnahmen, welchewir uns sehr genau angucken sollten, damit diese Fälle schnellst möglichst behobenwerden können. Dass zwei mobile Basisstationen die örtlichen Ausfälle auffangensollen, ist sicherlich ein guter Ansatzpunkt. Vielleicht müssen weitere Basisstationenhinzugefügt werden. Bei diesen nicht abgedeckten Funklücken handelt es sich nichtum ganze Viertel oder Straßen, sondern lediglich um einen Bereich von etwa 100Metern. Und diese Stellen kennen die Polizeibeamten auch ganz genau. 3Nichtdestotrotz muss das Ziel dabei immer vor Augen sein: Ein flächendeckender,funktionaler Digitalfunk. Die ersten Schritte sind gemacht; nun muss auch das letzteStück des Weges beschritten werden. An dieser Stelle sollten wir die Polizei, Feuerwehr,Katastrophenschutz sowie den Rettungsdienst unterstützen und nicht noch weiterdiskreditieren. Wo wir uns, glaube ich, alle hier im Haus einig sind, ist doch, dass wirden Digitalfunk brauchen, und das besser heute als morgen. Und worauf wir uns nocheinigen können ist, dass so ein neues System nicht auf Knopfdruck einfach malfreigeschaltet werden kann. Das dies zu Unregelmäßigkeiten führen kann ist, glaubeich, auch keine Überraschung. Und worüber wir uns auch einig sind ist, dass wir dieseProbleme beheben wollen. Guter Wille reicht dabei wahrscheinlich nicht immer aus.Sondern es geht dabei vielmehr um Ressourcen und Projektmanagement. Ich binzuversichtlich, dass die leitende Organisation, auch mit Hilfe der zusätzlichen Mittel imHaushalt 2014, diese Aufgabe gut meistern wird. Unsere Entscheidung war richtig, wirwollen alle Beteiligten in diesem Modernisierungsprozess unterstützen. Denn wir allehaben das gleiche Ziel: Zeitgemäße und handlungsfähige Rettungskräfte, damitbestmögliche und schnelle Hilfe für alle garantiert werden kann.