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Flemming Meyer: Eines der wichtigsten Schienenprojekte für Schleswig-Holstein und Hamburg
Presseinformation Kiel, den 23.01. 2014Es gilt das gesprochene WortFlemming Meyer TOP 28+36 Anträge zur Elektrifizierung und Taktverdichtung der AKN Drs. 18/1474 + 18/1441Der Ausbau der AKN zur S21 ist eines der wichtigsten Schienenprojekte des Landes. Da ist es auchnicht verwunderlich, dass wir uns hier im Landtag bereits mehrfach damit befasst haben - zumaldie Pläne immer konkreter werden.Durch die im Ausschuss vorgestellte Analyse wurde deutlich, dass es drei förderfähige Variantengibt. Da der Ausbau der AKN zur S21 nicht allein Schleswig-Holstein betrifft ist es wichtig, dassdas Gespräch mit den Hamburger Kollegen gesucht wird, um auszuloten, welche der dreiVarianten bevorzugt wird. Sobald dies feststeht, können die weiteren notwendigen Schritte inAngriff genommen werden: Antragstellung im Bundesverkehrsministerium, Entwurfs- undGenehmigungsplanung vorbereiten, Planfeststellungsverfahren 2015 bis 2017 und Baubeginn2018. Fertigstellung könnte dann 2020 sein. So ist es zumindest dem Bericht derLandesregierung zu entnehmen.Dieser Zeitplan lässt sich aber nur einhalten wenn wir eine Einigung mit Hamburg erzielen.Hierbei geht es dann nicht nur darum, auf welche der drei Varianten wir uns einigen können. Esgeht auch um die Frage der Kostenverteilung. 2Sowohl für Hamburg als auch für Schleswig-Holstein ist der Ausbau eine verkehrspolitischeNotwendigkeit. Denn wir müssen den Individualverkehr in der Metropolregion verringern. Dietäglichen Staumeldungen machen dies deutlich. Angesichts der Ausbaupläne der A7, wird sichdie Situation für die Pendler auf den Straßen rund um Hamburg in den nächsten Jahren nichtverbessern.Aus diesem Grund muss die Verlagerung des Individualverkehrs auf den SPNV weiter angestrebtwerden. Und das erreicht man am besten damit, dass man attraktive Angebote vorhält, diewirklich eine Alternative zum eigenen PKW darstellen. Dies wird mit der S 21 erreicht. Die AchseKaltenkirchen-Hamburg hat ein großes Einzugsgebiet und Fahrgastpotenzial, das derzeit nichtausgeschöpft wird, weil die bestehende Bahnverbindung nach Hamburg keine Alternative fürdie Menschen darstellt.Das müssen wir ändern – und genau das tut die Landesregierung derzeit mit Nachdruck. AberVorsicht an der Bahnsteigkante. Wir dürfen jetzt nicht anfangen, die S21 mit unseren Wünschenund Plänen zu überfrachten und damit die Hamburger verschrecken.Natürlich sollte der Ausbau so nachhaltig wie möglich sein. Angesichts der Verkehrsprognosen,für die kommenden Jahre, wäre ein zweigleisiger Ausbau daher wünschenswert. Aber dasentscheiden wir nicht alleine. Hier sind wir auf die Entscheidung der Partner in Hamburgangewiesen.Daher muss vorsichtig aber bestimmt mit den Kollegen in Hamburg verhandelt werden. Dies tutdie Landesregierung bereits. Aber ebenso wichtig sind die Gespräche mit der Bürgerschaft. Hierwerden wir als Parlament unserer Aufgabe nachkommen. Doch wir sollten uns im Gespräch mitden Hamburgern auf die großen Linien konzentrieren und uns auf eine Variante einigen.