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Flemming Meyer: ELER-Fördermittel zukunftsweisend einsetzen
Presseinformation Kiel, den 20.03.2014Es gilt das gesprochene WortFlemming Meyer TOP 26 Verwendung der ELER-Mittel Drs. 18/1670Minister Habeck hat ja bereits im Januar im Fachausschuss die Schwerpunkte für die kommendeFörderperiode vorgestellt. Aber angesichts der großen Bedeutung der ELER-Fördermittel fürSchleswig-Holstein und der enormen Summe, die künftig in dem Topf zu Verfügung steht, ist esnur richtig, dass wir uns auch hier im Landtag mit dem Thema befassen. Schließlich werden nundie Weichen gelegt für den Förderzeitraum 2014 bis 2020.Erfreulich ist, dass das Fördervolumen künftig mit 419 Mio. Euro ausgestattet wird. Im Gegensatzzur aktuellen Förderperiode bedeutet dies rund 117 Mio. Euro mehr für Schleswig-Holstein. Ichdenke, dies ist ein gutes Signal für den ländlichen Raum bei uns im Land.Auch für die kommende Förderperiode wird es wieder Schwerpunkte in der Förderung geben. Ichwerde hier nicht auf die einzelnen Punkte eingehen, denn eine entsprechende vorläufigeÜbersicht haben wir bereits im Ausschuss bekommen. Aber es kann einen nicht wundern, dassdie Schwerpunktsetzung dieser Regierung anders aussieht.Wichtig ist und bleibt, dass die Fördermittel für Maßnahmen für die wirtschaftliche Entwicklungim ländlichen Raum weiter genutzt werden. Dies stellen wir sicher. Die Förderung der 2Umsetzung der EU-rechtlichen Vorgaben beispielsweise zu Natura 2000, desVertragsnaturschutzes, der Wasserrahmenrichtlinie oder zur Biologischen Vielfalt trägt zurStärkung des ländlichen Raumes bei und schafft Einkommen und Beschäftigung. Ebenso wie derÖkolandbau. Damit werden künftig Maßnahmen stärker gefördert, die insbesondereumweltpolitischen Zielen gerecht werden – wie es auch die EU in ihren Zielsetzungen vorsieht.Zur Weiterentwicklung des ländlichen Raumes und zur Sicherstellung gleichwertigerLebensbedingungen im ländlichen Raum gehört aber mehr. Daher begrüßen wir ausdrücklich,dass für die kommende Förderperiode der Ansatz für den Breitbandausbau massiv erhöht wird.Wir wissen, wie wichtig, eine schnelle Internetverbindung heutzutage ist. Sie ist mittlerweile zueinem KO-Kriterium für die Ansiedlung von Unternehmen geworden oder für die Entscheidungüber ein Wohnstandort. Mit der Vervierfachung der Mittel im Bereich derBreitbandinfrastruktur, werden wir der flächendeckenden Glasfaserversorgung ordentlichAuftrieb geben.Die AktivRegionen des Landes haben gezeigt, dass sie als Ideenschmiede und Motor in denjeweiligen Regionen hervorragende Arbeit leisten. Sie sind in ihren Regionen verwurzelt undkennen die Stärken. Diesen Beweis können sie weiterhin erbringen. Von der Landesregierungwurde jüngst der Wettbewerb für die AktivRegionen gestartet, sich für die kommendeFörderperiode zu bewerben. Ich bin zuversichtlich, dass es den AktivRegionen gelingen wird, eineIntegrierte Entwicklungsstrategie für sich zu erarbeiten, um ihre Region weiter zu stärken undum so auch Impulse für das Land zu geben.Die Verteilung der ELER-Mittel für den Zeitraum 2014- 2020, befindet sich nun auf derZielgeraden. Es folgen noch Feinjustierungen, aber im Großen und Ganzen steht das Programmund es ist mit den Vorgaben der EU abgestimmt. 3Es ist immer wieder eine große Herausforderung die Programmierung festzulegen, die nur durcheinem Kraftakt der zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Ministerien zu schaffenist. Dafür gilt ihnen unser Dank.Wir müssen aber weiter am Ball bleiben und bereits jetzt auf die Förderperiode nach 2020schauen. Es muss uns gelingen, beim Beteiligungsprozess besser zu sein, als andere. So kann esuns gelingen, die Grundlagen für den wirtschaftlichen Erfolg des Landes zu schaffen. Es ist zwarerfreulich, dass die ELER-Mittel für die neue Förderperiode gestiegen sind, aber darauf könnenwir uns nicht ausruhen. Daher ist es wichtig, die Präsenz des Landes in Brüssel zu stärken.Was wollen wir für Schleswig-Holstein erreichen und wo wollen wir hin? Das sind die Fragen, diewir uns bereits heute stellen müssen, wenn es um die Förderperioden nach 2020 geht. Daraufausgerichtet, müssen wir schauen, welche Möglichkeiten Brüssel uns bietet. Soll heißen, wirmüssen den Focus, wenn es um die wirtschaftliche Weiterentwicklung des Landes geht, inZukunft früher und verstärkt auf Brüssel legen.