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Lars Harms: Wir sind in Sachen bezahlbares Wohnen auf einem ausgesprochen guten Weg
Presseinformation Kiel, den 20.03.2014Es gilt das gesprochene WortLars Harms TOP 29 Bericht zur Offensive für bezahlbares Wohnen - Zwischenbilanz Drs. 18/1682„Probleme um bezahlbares Wohnen sind bekannt - Maßnahmen zeigen erste Erfolge “Für den SSW gibt es keinen Zweifel: Die Bürgerinnen und Bürger im Land haben schlicht undeinfach Anspruch auf eine bezahlbare Wohnung. Zustände wie in manch anderem Bundesland,in dem nicht selten die Hälfte des verfügbaren Einkommens für Miete draufgeht, können undwollen wir hier nicht zulassen. Ich will gar nichts schönreden: Es gibt auch bei uns im LandRegionen, wo die Wohnraumsituation nicht wirklich rosig ist. Diese Probleme gibt es aber nichterst seit gestern. Und das Innenministerium schaut hier ganz ohne Zweifel sehr genau hin.Übergeordnet betrachtet ist bezahlbarer Wohnraum in Schleswig-Holstein mit Sicherheit keineMangelware. Und es dürfte klar sein, dass Überdramatisierung und Panikmache keinemwirklich weiterhilft.Nicht erst seit dem Bericht ist eins völlig klar: Bei Mietpreisen und bei Qualität und Zuschnittder Wohnungen gibt es enorme regionale Unterschiede. Auf Sylt oder im Hamburger Umland, 2in Kiel oder Lübeck müssen Mieter für Neuvertragsmieten mitunter über 10 Euro proQuadratmeter zahlen. Wenn Sie mich fragen, dann ist das eindeutig zu viel. SolcheBelastungen sind von vielen Menschen schlicht nicht mehr leistbar. Doch nicht nur mit Blickauf diesen finanziellen Aspekt, sondern auch beim Mangel an kleinen und Kleinstwohnungenin zentralen Orten und Mittelstädten müssen wir selbstverständlich am Ball bleiben. Ich sagedeshalb ganz deutlich: Auch wenn die beschriebenen Fälle in der Gesamtschau ganz sicher dieAusnahme sind, gibt es hier eindeutig Handlungsbedarf.Wie erwähnt, sind weder die genannten Probleme noch die Orte, an denen sie sich häufen,besonders neu. Umso wichtiger und begrüßenswerter ist es, dass der Innenministergemeinsam mit dem Mieterbund und der Wohnungswirtschaft eine Offensive für bezahlbaresWohnen gestartet hat. Wie Sie wissen, stellt das Land im Rahmen dieser Maßnahme 180Millionen Euro an Darlehen zur Verfügung. Vorrangig natürlich für die Regionen, in denen dieProbleme am größten sind. Und auch, wenn Wohnraumförderung eher langfristig gedachtwerden muss, sind erste Erfolge dieser Offensive schon heute erkennbar. So ist zum Beispiel dieNachfrage der Investoren nach Fördermitteln für Neubauten vor allem in den genanntenProblemgebieten deutlich gestiegen.Ich denke, es ist unschwer zu erkennen, dass sich in Sachen Wohnraumförderung gerade sehrviel bewegt. Seit dem vergangenen Jahr hat die Investitionsbank Förderanträge für zusätzliche1800 Wohnungen bearbeitet und Darlehen mit einem Gesamtvolumen von über 150 MillionenEuro zur Verfügung gestellt. Ich bin hoffnungsvoll, dass diese Maßnahmen sukzessive denDruck aus dem System nehmen werden. Es mag so manchem vielleicht noch zu wenig sein,aber fast 1000 zusätzliche öffentlich geförderte Mietwohnungen um Hamburg, über 300 inKiel und über 100 in Lübeck und auf Sylt sprechen eine mehr als deutliche Sprache. Auch wennwir bei unseren Bemühungen in dieser Angelegenheit natürlich nicht nachlassen dürfen,möchte ich festhalten, dass wir auf einem ausgesprochen guten Weg sind. 3Ich denke uns allen dürfte mittlerweile klar sein, dass wir bei der Versorgung mit preiswertemWohnraum nicht nur langfristige sondern vor allem auch flexible Strategien brauchen. Dennder Wohnungsmarkt ist vergleichsweise dynamisch. Wir begrüßen daher, dass diegeschlossene Vereinbarung zwischen Landesregierung, Wohnungswirtschaft und Mieterbunddieser Dynamik ausreichend Rechnung trägt. Ich denke, vor dem Hintergrund wechselnderBedarfe ist und bleibt es absolut sinnvoll, Maßnahmen und Zielregionen jederzeit anpassen zukönnen. Denn wir wollen, dass nicht nur heute sondern auch in Zukunft in erster Linie dortzusätzliche Wohnungen entstehen, wo sie am dringendsten gebraucht werden.Abschließend und grundsätzlich will ich für den SSW deutlich sagen, dass es der Markt inSachen bezahlbarem Wohnraum eben nicht alleine richten kann. Ich halte die Zusammenarbeitzwischen Staat, Wohnungswirtschaft und Vertretern der Mieter für unverzichtbar. Und ichhalte es auch langfristig für notwendig, die Verfahren und Anbieter, die eben nicht nur reinrendite-orientiert denken, tatkräftig zu unterstützen.