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Regina Poersch: Klimaschutz erfordert auch unbequeme Entscheidungen
Kiel, 2. April 2014 Nr. 076/2014Regina Poersch:Klimaschutz erfordert auch unbequeme EntscheidungenZur Debatte um die EU-Staubsauger-Verordnung im Europaausschuss und zur Pressemitteilung der FDP-Fraktion erklärt die europapolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Regina Poersch:Wer Klimaschutz und Energiesparen ernst meint, fängt am besten zu Hause an. Längst überfällig ist es, mit der Mär aufzuhören, die hohe Wattzahl eines Staubsaugers stehe für eine gute Saugleistung. Dass das mitnichten so ist und Verbraucherinnen und Verbraucher von den Herstellern regelrecht an der Nase herumgeführt werden, um deren Verkaufszahlen zu steigern, ist in der heutigen Sitzung des Europaausschusses sehr deutlich geworden. Weniger ist hier mehr und die mit Stammtisch-Parolen bekämpfte EU-Verordnung setzt genau da an.Verbraucherinnen und Verbraucher können zukünftig besser entscheiden, welcher Staubsauger der richtige für sie ist, wenn der Energieverbrauch in der Nutzungsphase, die Saugleistung, der Geräuschpegel und die Haltbarkeit zum Kaufargument werden – und nicht wie bisher die Motorleistung.Dieses Beispiel zeigt, dass man eben manchmal in Details gehen muss – das möchte die FDP wohl nicht wahrhaben. Doch wer Klimaschutz ernsthaft betreiben will, muss auch unbequeme Entscheidungen treffen. So wünschen wir uns, dass auch in anderen Bereichen (wie beim Autobau) die Industrie endlich zur Entwicklung ressourcenschonender Produkte angehalten wird.Wir dachten, die FDP wäre gerade im Jahr der Europawahl zu einem differenzierten Urteil fähig. Schade, dass sie sich das beliebte EU-Bashing zu eigen macht!