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Lars Harms zur HSH Nordbank: Hektik und Populismus sind falsche Ratgeber
Presseinformation Kiel, den 15. Mai 2014Es gilt das gesprochene WortLars HarmsTOP 21 Keine weiteren Hilfen für die HSH Nordbank durch das Land Drs. 18/1851 „Der Schutz des Landesvermögens hat bei allen Entscheidungen Priorität!“Die HSH Nordbank hat ihren Kurs geändert. Seit einigen Jahren folgt sie nunerfolgreich dem Kurs als „Bank für Unternehmer“. Der regionale Fokus kommt an. Dochnicht in allen Bereichen kann die Bank zugegebenermaßen schnelle Erfolge vorweisen.Das Gegenteil ist der Fall. Die HSH Nordbank kann sich auch heute immer noch nichtvon der Schifffahrtskrise richtig erholen. Die Zahlen dazu haben wir alle vor Augen. Siesprechen ein deutliches Warnsignal aus. Dass sich die hohen Verluste mit einemsolchen Kurswechsel nicht per Fingerschnipp korrigieren lassen, dürfte in diesem Fallkeine Überraschung sein. Geduld ist das Stichwort, wenn auch nur vorsichtig und bis zueiner gewissen Frist. Denn die nächsten ein bis zwei Jahre werden zeigen, ob derKurswechsel sein Ziel erreicht. Prognosen können wir zwar an dieser Stelle machen,jedoch werden sie uns wenig nützen, da man die Zukunft trotzdem nicht voraussagen 2kann. Dieses Jahr wird sicherlich kein leichtes Jahr für die Bank. So viel können wirschon jetzt sagen. Das ist also der Status Quo, doch entscheidend ist es doch umsomehr, wie es um die Bank in der Zeit nach dem Stresstest, nach den laufendenPrüfverfahren durch Brüssel und nach einer völligen Etablierung desNeugeschäftsverlaufs steht. Zum kommenden Jahreswechsel wird die EuropäischeKommission ihre Ergebnisse präsentieren. Erst wenn die Ergebnisse auf den Tischliegen, kann man über Weiteres beraten. Jetzt den Kurs zu wechseln, wäre also allesandere als hilfreich. Jetzt sollten alle Beteiligten an einem Strang ziehen, um daslaufende Geschäft der Bank so gut wie möglich zu unterstützen.Das Land hat der HSH Nordbank geholfen. Wir haben die Garantie für die Bank wiederauf 10 Milliarden Euro erhöht und so dazu beigetragen, dass sich die Eigenkapitalseitein der Bilanz der Bank markant zum Positiven geändert hat. Es ist also festzustellen,dass die Hilfe des Landes hier gewirkt hat. Und wir hoffen und sind davon überzeugt,dass diese Maßnahme auch bei den Stresstests, die vor der Bank liegen, durchträgt.Jammern hilft da meiner Meinung auch nicht weiter. Eine Garantie für eine langfristigeLebensfähigkeit der Bank gibt es auch im Fall der HSH Nordbank natürlich nicht – dasunterscheidet sie im Übrigen auch nicht von anderen Banken. Jedenfalls bekäme maneine solche Konkurrenz- und Lebensfähigkeit mit Sicherheit nicht geschenkt. Denn klarist doch, dass man etwas dafür tun muss. Alles was man jetzt machen kann, ist eineGrundlage hierfür zu schaffen. Daran wollen wir festhalten. Wie ich schon sagte, gilt esjetzt, die kommenden Bewertungen abzuwarten. Vorwürfe und Beschuldigungen sindwenig zielführend – zumal sie nicht neu sind. Von daher muss man sich an dieser Stelleeinmal Gedanken machen, wie es für die Zeit nach den Bewertungen der Kommissionweitergehen kann. Diese wird mit Sicherheit auch Kritikpunkte beinhalten. An diesen 3Punkten, müssen die Bank wie auch wir als Politik dann arbeiten. Und hier hat für unsnatürlich bei allen Entscheidungen Priorität, dass das Landesvermögen geschützt wird.Der einzige Fehler, der dann gemacht werden kann, ist Stillstand. Doch die Zuständigenwerden gewiss nicht die Füße hoch legen. Von daher bin ich recht zuversichtlich, dasssich die Bank und somit auch ihr Geschäftsleben weiterentwickeln kann und muss.Eine andere Wahl wird wohl auch nicht übrig bleiben. Bis dahin geht es wie gesagtdarum, Fassung zu wahren und den eingeschlagenen Weg bis zur Wertung aus Brüsselweiter zu beschreiten. Hektik und Populismus sind da falsche Ratgeber.