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10.07.14 , 17:08 Uhr
B 90/Grüne

Rasmus Andresen zur Änderung des Hochschulgesetzes

Presseinformation

Es gilt das gesprochene Wort. Landtagsfraktion Schleswig-Holstein TOP 4 – Änderung des Hochschulgesetzes Pressesprecherin Claudia Jacob Dazu sagt der hochschulpolitische Sprecher der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Rasmus Andresen: Telefon: 0431 / 988 - 1503 Fax: 0431 / 988 - 1501 Mobil: 0172 / 541 83 53
presse@gruene.ltsh.de www.sh.gruene-fraktion.de
Nr. 305.14 / 10.07.2014


Wir wollen klären, wie sinnvoll ein schleswig- holsteinischer Sonderweg bei den Semesterzeiten ist

Nicht alles an dem vorgelegten Gesetzentwurf der CDU ist schlecht. Gerade am Flens- burger Hochschulstandort wird sehr intensiv über die Frage einer Semesterangleichung an die dänischen Partnerhochschulen nachgedacht. Gleichzeitig gibt es den Wunsch vieler HochschulakteurInnen die Semesterzeiten von Fachhochschulen und Universitä- ten im Land anzugleichen.
Gemeinsame Grundlage für den Wunsch ist es, Kooperationen zu erleichtern. Entwe- der an Standorten zwischen Fachhochschulen, Kunst- oder Musikhochschulen und Universitäten oder mit Partnerhochschulen im Ausland.
Die Semesterstruktur deutscher Universitäten ist im internationalen Vergleich sehr be- sonders. In Dänemark, Schweden und Norwegen sind die Semesterzeiten eher an die Jahreshälften angeglichen. In Deutschland fällt vor allem die sehr unterschiedliche Re- gelung zwischen Fachhochschulen und Universitäten auf.
Da wir Grüne ernsthaft für eine Internationalisierung unserer Hochschullandschaft strei- ten, können wir uns eine Angleichung der Semesterzeiten sehr gut vorstellen. Aller- dings gibt es aus Sicht unserer Fraktion eine Reihe von praktischen Fragen, die es uns unmöglich machen, dem CDU-Antrag zuzustimmen.
In der durchgeführten Anhörung haben sich nur sehr wenige zu dem Gesetzentwurf geäußert: Davon eine kleine Mehrheit ablehnend. Wenn Hochschulen, die sich einen Campus teilen, in diesen Fragen unterschiedlich handeln, ist wenig gewonnen. Koope- rationen könnten dadurch dann sogar erschwert werden. Seite 1 von 2 Als Beispiel will ich den Flensburger Campus nehmen. Das Präsidium der Uni Flens- burg hat sich ja leicht positiv zum CDU-Vorstoß verhalten. Die Universität könnte so beispielsweise gemeinsam mit der dänischen SDU (University of Southern Denmark) Ende August beginnen. Falls die FH Flensburg sich jedoch für andere Semesterzeiten entscheidet, als die benachbarte Universität, agieren die Hochschulen weiter aneinan- der vorbei.
Interessant ist für uns auch, ob Studierende, Universitätsprofessoren, wissenschaftliche und nicht wissenschaftliche MitarbeiterInnen die Semesterzeiten gleich bewerten. Oder, ob es Interessensunterschiede gibt.
Außerdem wollen wir klären, wie sinnvoll ein schleswig-holsteinischer Sonderweg bei den Semesterzeiten ist und ob dieser Einfluss auf Kooperationen bundesweit und die zentrale Studienplatzvergabe hat. Wir wollen deshalb im Rahmen der Hochschulge- setznovelle diskutieren, ob eine gemeinsame Anpassung an den internationalen Se- mesterkalender nicht sinnvoller ist, als eine vollständige Liberalisierung.
Die Frage nach Trimester ist noch grundsätzlicher, denn dies würde bedeuten, dass Studierende beispielsweise keine Semesterferien haben, in denen man arbeitet, um das Studium zu finanzieren. Auch diese Pläne stoßen ja breit auf Widerstand.
Wir bedauern es deshalb sehr, dass die Union ihr Gesetz durch das Verfahren peitscht. Für die Koalition kann ich erklären, dass wir diese Debatte bei der Hochschulgesetzno- vellierung 2015 wieder aufgreifen werden.
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