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Jette Waldinger-Thiering: Durch uns haben Ersatzschulen endlich ein sicheres Auskommen und Planungssicherheit
Presseinformation Kiel, den 09.10.2014Es gilt das gesprochene WortJette Waldinger-Thiering TOP 18 Evaluierung der Ersatzschulfinanzierung Drs. 18/2321 „Durch uns haben Ersatzschulen endlich ein sicheres Auskommen und Planungssicherheit“Es ist doch kein Geheimnis, dass so manche Grundlage der alten Regelung zur Förderungunserer Ersatzschulen recht willkürlich - oder zumindest undurchsichtig - war. Dieser Zustandhat nicht selten zu Ungleichheit oder sogar zu Ungerechtigkeit geführt. Und er hat damitlandauf, landab für Ärger gesorgt. Berechtigten Ärger, denn wenn es um die finanzielleFörderung unserer Schulen geht, dann haben nicht zuletzt die Betroffenen aus unserer Sichtein Recht auf größtmögliche Transparenz.Diese Transparenz ist nun mit der nachvollziehbaren und fairen Berechnung derSchülerkostensätze im Rahmen unserer Schulgesetznovelle erreicht. Es klingt verrückt, abererst seit diesem Jahr haben wir einheitliche Grundsätze für diese Berechnung und damiteinheitliche Fördergrundlagen für alle Schulen in privater Trägerschaft! Unterm Strich habenwir es also hier und heute mit einem weitaus gerechteren System zu tun, als in der 2Vergangenheit. Allein das halte ich - genau wie die Betroffenen - für einen enorm großenFortschritt.Wie Sie wissen, ist die Neuordnung der Ersatzschulfinanzierung seit Beginn dieses Jahres inKraft. Es liegt in der Natur der Sache, dass dem einen eine solche Reform besser schmeckt alsdem anderen. Doch unabhängig davon kann eine so gravierende Umstellung natürlich auch zuVerwerfungen und zu Benachteiligungen führen. Deshalb haben wir uns in Verbindung mit derNeuordnung direkt und ganz bewusst für eine Evaluierung entschieden. Zwar nimmt diestatistische Auswertung der Daten offenbar noch etwas Zeit in Anspruch, so dass wir dendetaillierten schriftlichen Bericht erst für den kommenden Monat erwarten. Doch für dieDarstellung der grundlegenden Fakten danke ich der Ministerin schon heute.Übergeordnet betrachtet, hat diese Reform nicht nur aufgrund der faireren und gerechterenFörderbedingungen deutlich mehr Gewinner als Verlieren hervorgebracht. Der weitüberwiegende Teil der Schulen in privater Trägerschaft ist schon heute besser gestellt, alsunter unseren Vorgängern. Das lässt sich wohl kaum leugnen. Bis 2015 werden wir unsereFörderung allein für diese Schulen um mehr als 20 Prozent gesteigert haben. Das ist weit mehrals das Auffangen von allgemeinen Kostensteigerungen. Das ist eine substanzielleVerbesserung der finanziellen Situation und ein klares Zeichen der Wertschätzung der hiergeleisteten, überaus wertvollen Arbeit.Bei aller Freude darüber, dass es hier vom Grundsatz her in die richtige Richtung geht, dürfenwir eins nicht vergessen: Auch in Sachen Ersatzschulfinanzierung gibt es selbstverständlichDinge, die wir gemeinsam besser machen können und besser machen müssen. Wir haben zumBeispiel die wichtige Aufgabe, auf Grundlage des schriftlichen Berichts überall dortnachzusteuern, wo berechtigter Bedarf herrscht. Und wir müssen gemeinsam mit den privatenSchulen daran arbeiten, dass auch hier der Anteil an inklusiv beschulten Kindern steigt. Unter 3anderem hierfür werden wir über die Nachschiebeliste weitere Maßnahmen für daskommende Jahr auf den Weg bringen.Wie Sie sehen, setzt Rot-Grün-Blau hier eine weitere Vereinbarung aus dem Koalitionsvertragkonsequent um. Wir haben gesagt, dass wir die Privatschulen spürbar besser fördern wollen,und genau das tun wir schon jetzt. Und dabei wird es nicht bleiben: Weitere konkrete Schritte,wie etwa die Anhebung der Fördersätze für alle allgemein bildendenden Schularten auf 82Prozent oder die deutliche Erhöhung des Inklusionszuschlags, sind bereits eingeleitet. Das istgut und richtig, weil wir unseren Schulen in privater Trägerschaft damit endlich die langfristigePerspektive geben, die sie brauchen.