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Ines Strehlau zu Jugendberufsagenturen
Presseinformation Landtagsfraktion Schleswig-Holstein Pressesprecherin Claudia Jacob Landeshaus Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel Telefon: 0431 / 988 - 1503 Fax: 0431 / 988 - 1501 Mobil: 0172 / 541 83 53 presse@gruene.ltsh.de www.sh.gruene-fraktion.de Nr. 055.15 / 12.02.2015Kein Jugendlicher soll auf dem Weg in den Beruf im Verwaltungswirrwarr verloren gehenZur Auftaktveranstaltung zur Einrichtung von Jugendberufsagenturen in Schleswig- Holstein sagt die Sprecherin für berufliche Bildung der Landtagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Ines Strehlau:Der Landtag hat die Landesregierung im vergangenen Jahr mit großer Mehrheit beauf- tragt, das Konzept der Jugendberufsagenturen zusammen mit den verschiedenen Akt- euren im Land umzusetzen.Die Zahlen der Jugendlichen in unseren Übergangsmaßnahmen in der Ausbildungs- vorbereitung machen klar, dass wir zwingend neue Wege gehen müssen. Jedes Jahr beginnen mehr als 6.000 Jugendliche ihre berufliche Laufbahn in berufsvorbereitenden Maßnahmen. Die Tendenz ist leider nicht sinkend. Gleichzeitig haben wir einen prog- nostizierten Fachkräftebedarf im Land von etwa 100.000 im Jahr 2030.Die Auftaktkonferenz zum Thema Jugendberufsagenturen mit mehr als 100 Teilnehme- rInnen aus dem ganzen Land hat gezeigt: Das Interesse an neuen Wegen der Koope- ration, um Jugendliche gut von der Schule in den Beruf zu begleiten, ist groß. Einzelne Kommunen, wie die Stadt Neumünster, haben bereits Konzepte entwickelt, andere sind auf dem Weg.Mit einer Jugendberufsagentur schaffen wir eine Anlaufstelle unter einem Dach, in der die verschiedenen Institutionen rechtskreisübergreifend zusammen arbeiten. Sie unter- stützt die Jugendlichen auf ihrem Weg von der Schule in den Beruf, egal ob die Agen- tur für Arbeit, die Jugendhilfe oder das Jobcenter zuständig ist. Institutionen überwin- Seite 1 von 2 den Grenzen und entwerfen neue Kooperationsmodelle, damit kein Jugendlicher auf dem Weg in den Beruf im Verwaltungswirrwarr verloren geht, denn wir brauchen alle Talente.Bildungsministerium und Agentur für Arbeit gehen mit gutem Beispiel voran und haben die Veranstaltung gemeinsam ausgerichtet.Es wurde gestern klar, dass auch Gewerkschaften und die Wirtschaft Jugendberufs- agenturen für Schleswig-Holstein als richtig und wichtig ansehen. Ein gutes Signal für die weitere gemeinsame Umsetzung.Die Landesregierung hat die Hausaufgabe bekommen, Rahmenbedingungen auszuar- beiten, die für die Kommunen den Rahmen vorgeben, in dem die Kommunen dann re- gionale Konzepte erarbeiten können.Wir freuen uns über den positiven Auftakt, das große Interesse der Akteure und werden die Umsetzung weiter aktiv begleiten. *** 2